The Fateful Year of 1923
GA 259 — 21 September 1923, Dornach
Bericht über die Stuttgarter September-Delegiertentagung
mit einleitenden Erinnerungsworten an die Grundsteinlegung des Goetheanum am 20.September 1913
Meine lieben Freunde! Hätten nicht die zerstörenden Feuerflammen zu Neujahr unser Goetheanum in so furchtbarer Weise getroffen, so würden wir heute in einer tief befriedigenden Weise auf jene Grundsteinlegung hinzuschauen haben, die wir für dieses Goetheanum vor zehn Jahren hier auf dem Dornacher Hügel vorgenommen haben. So können wir nur hinschauen auf die Tatsache, daß uns, außer dem Grundstein, von diesem Goetheanum eigentlich wirklich sehr wenig geblieben ist. Und allerdings — dieser Grundstein war ja so gemeint, daß er nicht nur dasjenige sein sollte, als was er sich unmittelbar darstellte, und ebensowenig war die Feier dazumal so gemeint, daß sie nur das sein sollte, was unmittelbar zum äußeren Ausdruck kam. Das Schicksal, das mit der anthroposophischen Bewegung verknüpft ist, hat gewissermaßen dieses Goetheanum aus seinem Schoße herausgeboren, und der Grundstein ist zunächst natürlich für das Goetheanum gelegt worden. Aber die Art und Weise, wie dazumal die Feier begangen worden ist, jene Art und Weise, die dann von der äußeren Welt, wie Sie wissen, in einer so furchtbar häßlichen Art dargestellt worden ist, die so beschimpft worden ist — diese Feier hat ja eigentlich der Befestigung des anthroposophischen Wesens überhaupt gegolten. Sie hat etwas sein sollen, was tief zum geistigen 'Teil der Herzen derer hat sprechen sollen, welche an dieser Grundsteinfeier nicht nur physisch — wie es ja nur wenige konnten -, sondern die an ihr geistig teilgenommen haben. Und in dieser Art ist sie ja auch dazumal gehalten worden.
Wir dürfen heute vielleicht dieses aussprechen, daß wenn auch zunächst der Bau dahingegangen ist, der aus dieser Grundsteinfeier heraus erwachsen ist, der geistige Teil dennoch seine Festigkeit bewahren möge; jene Festigkeit, die schon die Welt in dieser Zeit braucht, die schwierig geworden ist und die noch immer schwieriger werden wird. Es dringt ja allmählich in einzelnen Seelen der Gegenwart die Überzeugung durch, daß ein Durchbrechen des Geistigen das einzige Heilmittel für diese Epoche sein könne.
Aber diese Überzeugung ringt sich nur außerordentlich schwer durch, denn es bestehen ja für die Menschen die mannigfaltigsten Hindernisse; so daß, wenn diese Überzeugung nur als eine außerordentlich kleine, schwache Flamme erstrahlt, sie sich nicht entwickeln kann. Es bestehen Hindernisse, die janun wieder in den Zeitverhältnissen liegen. Denn es ist schon so, daß ein großer Teil der Ursachen, warum die Menschheit in die gegenwärtigen Schwierigkeiten hineingekommen ist, darinnen liegt, daß die Verhältnisse der Außenwelt in einem solch außerordentlichen Maße kompliziert geworden sind. Und der Mensch steht heute in den mannigfaltigsten Beziehungen darinnen, in die er hineingeboren, hineinerzogen ist, in die er hineingekommen ist durch die sozialen Verhältnisse. Und es fehlt eigentlich zumeist der Mut — ich will gar nicht sagen, aus diesen Beziehungen herauszukommen, das brauchte ja nicht einmal der Fall zu sein -, aber es besteht nicht der Mut, der wirklich notwendig ist, sich über diese Beziehungen, die der einzelne Mensch zu der Welt, zu seinen Mitmenschen und so weiter aus der außerordentlich komplizierten Entwickelung der letzten Jahrzehnte hat, Klarheit zu verschaffen.
Der Mensch sucht vielfach die Einsichten abzudämpfen, die ihm über diese Verhältnisse Klarheit bringen würden. Und dasjenige, was da wirkt als dämpfende, lähmende Kräfte für diese Überzeugung, das dämpft dann auch die kleine Flamme ab, die eigentlich im Innern vieler Herzen heute schon sagt: Ja, Rettung der Menschheit ist nur noch auf dem Wege einer geistigen Weltenströmung möglich. — Und so ist es außerordentlich schwierig, daß diese Flammen, die da sind in denjenigen Seelen, die ich vor einiger Zeit hier die heimatlosen Seelen genannt habe, wirklich zu dem führen, wozu sie nun eben doch einmal führen müssen. Und gerade zur Befestigung solcher Überzeugungen ist die Grundsteinfeier vor zehn Jahren für das Goetheanum hier gestaltet worden. Im Hinblick auf diese Grundsteinfeier ist ja immer dasjenige getan worden, was für das Goetheanum seither getan worden ist. Und es ist eigentlich gar nicht verwunderlich, daß zu den maßlosen Ausbrüchen der Gegner auch diejenigen gekommen sind, die sich auf diese Grundsteinlegung beziehen.
Es ist nun schon einmal so, daß auf der einen Seite heute - ich habe das oftmals ausgesprochen — die Notwendigkeit in einem eminentesten Maße vorliegt, mehr als zu irgendeiner Zeitepoche der menschheitlichen Entwickelung, mit allen Fasern des menschlichen Gemütes nach einem Spirituellen hin zu arbeiten, daß aber auf der anderen Seite eben ein furchtbarer Haß besteht - «Haß» muß gesagt werden -, ein furchtbarer Haß gegen alles, was eben eine Spiritualität im wahren Sinne des Wortes auf seinem Antlitze trägt. Die Symptome eines solchen Hasses treten ja heute manchmal in paradoxer Weise auf.
Wir hatten ja gerade jetzt die Stuttgarter Tagung, über die im ganzen zu berichten ist, daß es auf ihr wesentlich friedlicher hergegangen ist als auf der Tagung im Februar; daß auch, ich möchte sagen, mehr freudige Zukunftshoffnungen sich geoffenbart haben, daß der Wille zum Ausdrucke gekommen ist, die Anthroposophische Gesellschaft in einer energischen Weise auf eine neue Grundlage zu stellen. Dahin hat ja alles tendiert, und in diesem Satze läßt sich auch eigentlich alles zusammenfassen, so daß, was die deutsche Gesellschaft betrifft, eine richtige Vorbereitung geschaffen werden kann für die internationale Delegiertentagung, die hier zu Weihnachten stattfinden soll. Nun gab es aber außerdem ja einzelne Episoden; und zu diesen Episoden gehört eine, die ich doch auch hier erzählen möchte, weil es vielleicht nicht unnötig ist, daß Sie, meine lieben Freunde, nun auch von dieser Sache hören.
Da trat ein jüngerer Mann auf, einer von denen, welche sich bemühen, in Stuttgart für die Landhausstraße 70 die Wache zu halten, und er sprach eigentlich in sehr eindringlicher, ernster Weise über die dringliche Notwendigkeit, zu einem starken Bewußtsein innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft zu kommen. Und da sagte er denn auch, es fordere einen ja schon manches, was man so beobachten könne, dazu heraus, immer in ernsterer Weise an diese Dringlichkeit zu mahnen. So zum Beispiel hätte er gesehen, während er da wachte für die Landhausstraße 70, also für das Zweiglokal in Stuttgart, wie ein Gemüsehändler vorbeigefahren sei, der zu irgend jemand anderem gesagt hat: Ja, das ist das Haus; Dornach hat gebrannt, aber in dieses Haus müßte man auch die Brandfackel hineinwerfen, und da oben unter dem Dache, da wohnen die Leute, die eigentlich notwendig machen, daß man da oben hineinschieß:t.
Nun, sehen Sie, es ist nicht gerade glaubwürdig, daß dieses «Gemüse» auf dem eigenen Herzen, der eigenen Seele dieses Gemüsehändlers gewachsen ist, sondern man muß da schon annehmen, daß diese Stimme des Gemüsehändlers das oft vorkommende Echo von ganz anderswo herkommenden Parolen ist. Aber es ist immerhin nicht unnötig, diese Sache, die in Stuttgart vor der großen Versammlung vorgebracht worden ist, auch hier zu erwähnen. Aus der Beobachtung vielleicht von diesen oder jenen Episoden, wie sie auf der Stuttgarter Tagung vor der großen Versammlung vorgebracht wurden und die symptomatisch doch einiges sagen, kann sich ja vielleicht das zusammensetzen, was doch das rechtfertigen wird, was ich nun seit vielen Jahren wiederhole: Wachsamkeit nach allen Richtungen hin ist schon dasjenige, was wir brauchen, und Schläfrigkeit ist das, was wir am allerwenigsten gerade innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft brauchen können.
Nun, alles das kommt einem so in den Sinn, wenn man sieht, wie niedergebrannt ist, was aus jener Grundsteinlegung vor zehn Jahren erwachsen ist. Es kommt einem in den Sinn, weil man eben wirklich heute die enthusiastischste Sehnsucht im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich haben muß, daß dasjenige, was nun gerade geistig mit jener Grundsteinlegung verknüpft war, was geistig Jene Grundsteinlegung durchdrang, daß dies bedeuten möge eine Grundsteinlegung für ein Gebäude, das vielleicht nur unter ungeheuren Schwierigkeiten und Mühen aufgebaut werden kann, von dem heute vielleicht außerordentlich wenig noch steht: Ich meine den geistigen Teil! Man müßte ja dasselbe sagen, wenn auch schon ein neues Goetheanum wiederum äußerlich als Haus errichtet wäre! Daß dieses geistige Gebäude aber, von dem heute vielleicht noch wenig steht, durch den intensiven Enthusiasmus derjenigen, die erkannt haben, wie notwendig Anthroposophie unserer Zeitepoche ist, immer fester und fester, eindrucksvoller und eindrucksvoller für die Welt werden möge, das ist schon dasjenige, was ich vor Ihnen heute habe aussprechen wollen.
Wir dürfen ja gerade in der Erinnerung an jene Grundsteinlegung sagen: Trotz des schweren Unglücks, das uns betroffen hat, soll uns diese Grundsteinlegung sogar weniger an dieses Unglück gemahnen als an das, was unsere Aufgabe ist im Bauen. Nicht sollen wir verharren im Ansehen dessen, was nun einmal zerstört worden ist und was ja nur ein Teil eines Zerstörungswerkes ist, das als Zerstörungswerk lange nicht abgeschlossen ist.
Nun, meine lieben Freunde, möchte ich etwas anderes noch anfügen, was damit doch ein wenig zusammenhängt. Es soll nicht in sentimentaler Form vorgebracht werden. Ich habe es in Stuttgart auf der Delegiertenversammlung vorgebracht, aber auch dort nicht in sentimentaler Form. Und da es nun wahrhaftig — trotzdem es nicht in sentimentaler Form vorgebracht wird - tief ernst gemeint ist, von einem gewissen Gesichtspunkte her tief ernst gemeint ist, so gestatten Sie, daß ich das auch hier vorbringe - obwohl ich selbstverständlich auch hier, wie ich es in Stuttgart getan habe, in einem gewissen Sinne um Entschuldigung bitten muß, daß ich die Dinge in dieser Form vorbringe. Aber da ich doch wirklich so vieles hier vorbringe, was, ich möchte sagen, aus dem Herzblut heraus - im geistigen Sinne ist das natürlich durchaus gemeint — errungen ist, was also bezeugt, daß mir es wahrhaftig nicht um die Seele ist, von diesem Orte aus hier ironisch zu werden, sondern es immer seriös gemeint ist, so darf ich. wohl auch in diesem Kreise darüber sprechen. Es ist eine Episode gewesen auf der Stuttgarter Tagung; man drängte darauf, gerade vor der allerletzten Versammlung um 8 Uhr am Montag, diese kleine Episode zu Worte zu melden. So darf ich vielleicht dieses Ereignis auch hier vorbringen.
Auf der Stuttgarter Delegiertenversammlung wurde nämlich viel darüber gesprochen, daß allmählich eine gewisse, ich möchte sagen, Lottrigkeit eingerissen ist mit Bezug auf die Handhabung der Anthroposophischen Gesellschaft als solcher; vielleicht besser gesagt der Auffassung der einzelnen Anthroposophen von dem, was sie im Interesse der Festigkeit und inneren Sicherheit der Anthroposophischen Gesellschaft eigentlich zu tun hätten. Es wurde vielfach darauf hingewiesen, wie ja Leute ohne Mitgliedskarten in die Versammlungen hineingelassen werden, wie sich dadurch Gegner immer wieder und wiederum in diese Versammlungen einschleichen können. Es wurde hingewiesen zum Beispiel auf einen Fall, der sich während der Delegiertenversammlung selber ereignet hat, wo jemand aufgetreten ist mit einer Mitgliedskarte, die von jemand anders — und zwar, ich glaube, von der Schwester - entlehnt war. Es wurde dann debattiert darüber, daß die Verhältnisse es notwendig machten, daß man auf den Mitgliedskarten der Anthroposophen Photographien anbringt. Ich habe mir dabei die Bemerkung erlaubt, daß die nur helfen würden, wenn man sie zugleich mit einem Stempel abstempeln würde, weil man ja sonst die Sache abziehen und darüber kleben könnte. Es wurde dann auch sogleich mitgeteilt, daß diejenige Persönlichkeit, die diese Mitgliedskarte gehabt hat, gesagt haben soll: Eine Photographie wird nichts helfen, denn ich sehe meiner Schwester zum Verwechseln ähnlich. - Nun, es sind das eben sehr merkwürdige Auffassungen, die zu allerlei führen.
Sehen Sie, eine solche Auffassung ist ja namentlich auch eingerissen in bezug auf die Zyklen, von denen ja heute gesagt werden kann, daß sie vielleicht nicht von so vielen Leuten im einzelnen innerhalb der Gegnerschaft gelesen werden wie in der Anhängerschaft, aber daß sie von den Gegnern - ich möchte sagen, im Sinne der Gegner - fruchtbar gelesen werden: Sie werden nämlich in die Tat umgesetzt, sie werden ausgemünzt von der Gegnerschaft. Sie werden dort sehr genau gelesen, und es wird alles mögliche getan, was man in Anlehnung an die Zyklen von seiten der Gegner tun kann. Es sind heute die Dinge ja schon so, daß man sagen kann, was mit den Zyklen von seiten der Gegner gemacht wird. Wir haben es ja neulich erfahren, wie der neueste Zyklus sogleich in einer gegnerischen Schrift ausgeschlachtet worden war. Also da herrscht ein großer Eifer, den man manchmal innerhalb unserer Mauern außerordentlich wünschen möchte. Es wurden auch in Stuttgart verschiedene Vorschläge gemacht, ohne natürlich zu bedenken, daß alle diese Vorschläge ja gar nichts nützen können. Denn man kann durch solche Maßnahmen gerade bei der Art und Weise, wie sonst wiederum die Mitgliedschaft gehandhabt wird, gegen das, was notwendig auftreten mußte, nachdem die Gesellschaft einmal eine bestimmte Ausbreitung gewonnen hatte, man kann gegen eine solche Sache nicht so auftreten. Man kann nur das eine sagen - bei vollem Wissen, daß heute alles, nicht nur was gedruckt, sondern auch was gesprochen wird, in die Hände und zu Ohren der Gegner kommt; bei vollem Wissen und beim Nichtverschleudern der Zeit mit allerlei Maßnahmen, um das zu verhindern, denn das bedeutet eben Verschleudern der Zeit-, kann man nur das eine sagen: Wenn in positivem Sinne für das, was in den Zyklen steht, für die geistige Strömung, die in den Zyklen rinnt, in derselben Weise eingetreten wird, wie die Gegner gegen die Anthroposophie eintreten, dann ist das der beste Schutz für die Zyklen bei der Verbreitung, die die Anthroposophische Gesellschaft heute vorläufig hat. Da nutzt heute nicht ein negativer Schutz, da nutzt bloß eben das Positive, das Aktive: daß man auch initiativ für die Sache auftreten kann.
Und so wurde mancherlei besprochen. Vieles auch so besprochen, daß man immer das Gefühl hatte: Es trifft eigentlich dasjenige, was geredet wird, die heutige Situation schon gar nicht mehr. So zum Beispiel stand zu all dem, was da gerade geredet wurde, um die Gesellschaft vor den Gegnern zu schützen, in einem grotesken Gegensatz etwas, was nun Dr. Husemann vorbrachte, als er den Gegner Dr. Goesch besprach. Dieser Dr. Goesch hat ja einen ganz grandiosen Eindruck gemacht - in Klammer möchte ich das nur sagen, es war natürlich zum großen Teil ein geheuchelter Eindruck -, aber er hat eben einen grandiosen Eindruck gemacht auf diejenigen Leute, die vor einiger Zeit in Berlin versammelt waren unter der Parole: Die Nichtanthroposophischen Kenner der Anthroposophie. Diese Versammlung bestand aus erleuchteten Pastoren, Lizentiaten, Professoren und so weiter. Und einen besonderen Eindruck hat außer einer gewissen Dora Hasselblatt dieser Dr. Goesch dort gemacht. Nun will ich das Ganze nicht aufrollen. Es ist ja auf der Stuttgarter Delegiertenversammlung vieles aufgerollt worden von dem, wie gerade Dr. Goesch seine Gegnerschaft betreibt. Was aber von symptomatischer Bedeutung ist, ist dieses: Er betreibt heute noch diese Gegnerschaft so, daß er sagt: 90 Prozent von all dem, was die Anthroposophie gibt, ist etwas, woran er durchaus mit voller Überzeugung festhält. Er bekämpft überhaupt nicht die Anthroposophie, sondern er bekämpft nur mich und die Anthroposophen.
Nun, das ist eine Unterscheidung, nicht wahr, die ja in einer merkwürdigen Seelenanlage begründet ist. Aber das will ich heute nicht einmal erwähnen, sondern ich möchte etwas anderes erwähnen. Ich möchte erwähnen, daß da also Leute versammelt waren — wie gesagt, erleuchtete Pastoren, Lizentiaten, Professoren -, die dann übereingekommen sind, Redner herumzuschicken, für die dasjenige, was in dieser Versammlung besprochen worden ist, zum Teil das Material bilden soll von gegnerischen Reden. Diese gegnerischen Reden haben ja schon sehr ihren Anfang genommen, und es ist auf der Stuttgarter Delegiertenversammlung außerordentlich stark hervorgehoben worden, daß man alle Gründe hat, daran zu denken, daß sie gerade vom Oktober an eine Fortsetzung erfahren werden. Da nun in der letzteren Zeit, namentlich innerhalb Mitteleuropas, die Zahl der gegnerischen Reden weit die Zahl derjenigen Reden übertrifft, die von Anhängern gehalten werden, so kann das ja eine hübsche Sache geben, wenn es sich nun noch vermehrt.
Aber auch das ist es nicht einmal, worauf es mir in diesem Augenblicke ankommt, sondern worauf ich hinweisen möchte und was also Dr. Husemann vorgebracht hat, das ist, wie diese Persönlichkeiten, die da versammelt waren und die aus der Versammlung den Impuls bekommen sollten, als scharfe Gegner der Anthroposophie aufzutreten, wie diese von Dr. Goesch überzeugt worden sind und was er noch an Positivem vorgebracht hat, um sie zu Gegnern der Anthroposophie zu machen. Die Leute sagen und betonen ja jetzt immer — was aus den Reden hervorgeht, die da auf diesem Kongreß Nichtanthroposophischer Kenner der Anthroposophie gehalten worden sind -, daß Anthroposophie eine große Gefahr für die leibliche und seelische Gesundheit der Menschheit darstelle.
Nun, demgegenüber nimmt es sich doch sehr sonderbar aus, wenn man hört, was Dr. Goesch Positives vorgebracht hat. Unter diesem Positiven war zum Beispiel dieses, daß er sagte: Er wisse es ganz genau, was eigentlich im Mittelpunkt der Anthroposophie für Absichten bestehen. Es bestünde nämlich die Absicht, daß durch Frau Dr. Steiner und mich ein eigener Planet gebildet werde, der von der Erde abgekapselt wird und auf dem zunächst die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft angesiedelt werden sollen, damit man auf diese Weise eine Abkapselung von unserem Erdenplaneten mit der Anthroposophischen Gesellschaft auf einem eigenen Planeten habe. Und zu diesem Zwecke sei eigentlich, trotzdem 90 Prozent von der Anthroposophie die reine Wahrheit sei, die Anthroposophische Gesellschaft begründet worden, und in dieser Gefahr befänden sich die armen Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft.
Nun bitte ich Sie, sich die Situation auszumalen, meine lieben Freunde: Erleuchtete Pastoren, Lizentiaten, Professoren lassen sich zu ihrem Studium gegen die Anthroposophie erzählen, es solle durch uns ein Stück Erdenplanet abgespalten werden, um eine kosmische Kolonie zu begründen. — Das ist die Legitimation, mit der sich Dr. Goesch dieser erleuchteten Versammlung in unserem erleuchteten Kulturzeitalter darstellt.
Nun frage ich Sie: Wie viele werden denn nun von diesen erleuchteten Pastoren, Lizentiaten, Professoren und so weiter eine solche Sache sich so angehört haben, daß sie sie für Narrheit gehalten haben? Denn ich wüßte nicht eigentlich, was in den Gehirnen der erleuchteten Pastoren, Lizentiaten und Professoren vorgehen sollte - Anthroposophen sind sie ja nicht, die wollen sie ja gerade bekämpfen -, was also eigentlich da vorgehen sollte in den Gehirnen, wenn sie das nicht für Narrheit ansehen würden! Aber trotz alledem entspringt aus diesem «Positiven» der Impuls, die Anthroposophie zu bekämpfen.
Nun bitte, versetzen Sie sich nur einmal recht in die Seelenverfassung dieser Versammlung. Solch eine Versammlung ist heute möglich! Solch eine Versammlung wächst heraus aus dem Geistesleben unserer Gegenwart! Aber das ist es noch alles nicht, meine lieben Freunde, warum ich diese Sache anführe, sondern ich führe diese Sache noch aus einem ganz anderen Grunde an, und den will ich Ihnen jetzt charakterisieren.
Sehen Sie, wenn Sie ein wenig weiterdenken als diejenigen, die nur einfach verrückte Tatsachen nehmen, um sie anzuschauen, so wie sie da sind, und eben nicht weiterdenken — wenn Sie nur ein wenig weiterdenken, so müssen Sie sich sagen: Da saßen bei dieser Seelenverfassung der Versammlung der erleuchteten Lizentiaten, Pastoren und Professoren, vielleicht am dritten, vierten Tage eine Anzahl von diesen Herren mit anderen ihresgleichen zusammen bei anderen Versammlungen, von denen wichtige Dinge ausgehen für die Ordnung des sozialen Lebens der Gegenwart. Am zehnten Tage, sagen wir, sitzt wiederum eine Gruppe von diesen Leuten mit ihresgleichen zusammen. Sie müssen, meine lieben Freunde, etwas über diese Versammlung hinaus denken und müssen bedenken, daß das ja diejenigen Menschen sind, die sonst in Versammlungen beisammen sitzen, wenn die großen Menschheits-Angelegenheiten der Gegenwart geordnet werden. Und das ist das Wichtige, wenn man unsere Kultur beurteilen will, das ist dasjenige, was in Betracht kommt! Vor allen Dingen: Man kann schon so objektiv sein gerade auf dem Boden der Anthroposophie, daß man es natürlich bedauert, was alles für die physische Welt aus einer solchen Versammlung folgt; aber man muß sich doch bewußt sein, daß eine solche Versammlung selbst von den inferiorsten Geistern der geistigen Welt ja eigentlich nur mit gründlichstem Lachen aufgenommen werden kann. Das ist schon eine innerliche Wahrheit. Aber dabei bleibt das bestehen, daß damit in einer furchtbaren Weise auf die ganze Seelenkonstitution der Gegenwart hingewiesen ist, daß eine solche Versammlung ein ungeheuer sprechendes Symptom ist für das, was in der weiten Welt der sogenannten Geistigkeit heute geschieht! Und das ist das Wichtige.
Ich wollte es an diesen konkreten Beispielen zeigen, wie verschiedene Dinge heute in Betracht kommen. Es sind Gegner da. Es wird Leute geben, die meinen, die Impulse dieser Gegner solle man mit dem oder jenem bekämpfen. Ja, meine lieben Freunde, bei der weitaus größten Zahl der Gegner ist es ja gar nicht möglich, die Impulse, die da zunächst auftreten, ernst zu nehmen! Denn diese Leute, die da jetzt als Gegner ihre Redner hinausschicken, die ihre Artikel geschrieben haben, diese Leute des Kalibers des Herrn Lempp, über den ja hier in einer allerdings nicht sehr glücklichen Weise auch vor einigen Wochen gesprochen worden ist im Zusammenhang damit, daß unsere «Anthroposophie» einen Artikel von ihm gebracht hat: diese Leute, die ließen sich ja überzeugen auf Grundlage der Angabe, daß wir ein Stück Planeten abspalten wollen und uns darauf ansiedeln wollen!
Ja, nun müssen Sie sich doch sagen: Also nicht nur kein Sterbenswörtchen, sondern kein Sterbens-Atömchen glaubten ja die sämtlichen Menschen von dem, was da vorgebracht worden ist! Mit keinem Wahrheitsfaden hängt dasjenige, was sie nun als Gegnerschaft entwikkeln, mit dem zusammen, was ihnen vorgebracht worden ist als Gründe für diese Gegnerschaft. Mit keinem noch so dünnen Wahrheitsfaden hängt das zusammen! So stark ist das Wahrheitsgefühl der Gegenseite heute ausgeschaltet. Das muß man wirklich heute in Betracht ziehen.
Auf der anderen Seite muß man sich eben klar darüber sein, wie die übrige Kultur beschaffen ist, wenn solche Dinge möglich sind. Denn die Leute, die so wenig mit einem Wahrheitsfaden in dem, was sie tun, zusammenhängen mit dem Ausgangspunkte ihres Tuns, diese Leute sind vielfach heute dieselben, die sozusagen in offizieller Art die Kultur leiten. Wir brauchen gar nicht anthroposophischen Gesellschafts-Egoismus zu treiben, wenn wir diese Dinge betrachten, sondern gerade wenn wir keinen Egoismus treiben und solche Dinge zu Ausgangspunkten nehmen, um symptomatisch das Geistesleben der Gegenwart zu erfassen, dann ist das etwas, was uns eigentlich am meisten zu Herzen gehen muß.
Und in Anknüpfung also namentlich an den Umstand, daß ja gegenüber diesen wirklich entscheidenden Tatsachen manches, was heute in unseren Versammlungen gesprochen wird, sich, ich möchte sagen, recht wenig weise ausnimmt, wenig durchdrungen ist von dem Bewußtsein, wie eigentlich das beschaffen ist, dem man gegenübersteht, sagte ich eben am Montag abend in Stuttgart: Ich wolle nicht sprechen über die genannten und ungenannten Gegner, die ja in einer recht prägnanten Weise in dem Buch von Herrn Werbeck abgehandelt werden, der wirklich in einer genialen Weise an der Verfassung dieses Buches arbeitet. Aber, so sagte ich, ich will ja überhaupt nicht in ausführlicher Weise auf die Gegnerfrage eingehen, weil ich dazu wirklich nicht die Zeit habe und manches andere doch unendlich viel Wichtigeres versäumen würde, wenn ich selbst auf diese Gegnerfrage eingehen würde.
Aber auf drei Feinde, sagte ich, will ich eingehen, die — und jetzt bitte ich auch Sie um Entschuldigung, daß ich von diesen drei Feinden spreche —, die tatsächlich fast in allen solchen Versammlungen sind, wie jetzt wieder die Stuttgarter Versammlungen waren! Auch dort waren drei Feinde — nicht gerade Gegner, aber Feinde -, die nun nicht etwa mit falschen Mitgliedskarten, sondern ohne alle Mitgliedskarten immer eingelassen werden und eigentlich immer da sind und die wirklich großen Schaden anrichten mit ihrer Feindschaft. Es sind zwei weibliche Gegner und ein männlicher Gegner.
Der erste weibliche Gegner ist eigentlich noch furchtbar jugendlichen Alters, pausbackig, mit einem jugendlichen Gesichte, kindhaft fast noch, und etwas kokett in der Art, wie er sich gibt — nicht immer, aber insbesondere dann oftmals, wenn er in anthroposophischen Versammlungen seine Impulse geltend macht. Das nämlich ist gerade ein Gegner, der sich so furchtbar stark auch in die intimeren Stuttgarter Versammlungen eingeschlichen hat! Immer waren die drei da. Sogar unter den Vertrauensleuten waren sie da.1 Man kam im engeren Kreise zusammen - die drei waren immer dabei! Also auch dieses jungfräuliche Wesen, Naivität mit Namen - das ist nun wirklich ein sehr starker Feind in unseren Versammlungen -, kommt ganz ohne Mitgliedskarte.
Der zweite Feind ist auch weiblichen Geschlechts, ist wesentlich älter, mit einer Hornbrille, sagte ich, auf der Nase, einer spitzen Nase. Man könnte sie Tante nennen, aber ebensogut «Tunte». Das ist nämlich die Dame Illusion. Sie wird aber außerordentlich geliebt, trotzdem sie wirklich außerordentliches Unheil anrichtet.
Gerade diesen zwei Persönlichkeiten gelingt es, jene Gedanken anzustiften, die dann zu den Vorschlägen werden von den Mitgliedskarten, von den Schutzmaßregeln zur Verbreitung der Zyklen; davon namentlich, was man auch oftmals hören kann und was so vielSchaden stiftete: Da hat wieder der oder jener «ganz anthroposophisch» geredet. — Natürlich hat er gar nicht anthroposophisch geredet, sondern — nun, ich will nicht sagen wie. Aber jedenfalls, diese Sehnsucht bei denen, die soundso reden, es «ganz anthroposophisch» zu finden, damit man sich bequem beruhigen kann, gehört auch zu dem, was angestiftet wird durch die beiden weiblichen Persönlichkeiten Naivität und Illusion.
Der dritte ist ein Mann, ein Mann, der den Namen trägt: Leberecht Frei-Herr vom Unterscheidungsvermögen. Dieser Mann, der ist auch immer in unseren Versammlungen. Und der verhindert, dasjenige, was im anthroposophischen Sinne einen inneren Wert hat, von dem anthroposophischen Geflunker zu unterscheiden. Das sind aber nur die extremsten Pole: anthroposophische Gediegenheit und anthroposophisches Geflunker — dazwischen gibt es viele Abstufungen. Und wenn wir nicht sozusagen einen Kern haben innerhalb unserer Gesellschaft, der aus Persönlichkeiten besteht, die dieser Persönlichkeit, die ohne Mitgliedskarte immer erscheint und die frei ist von allem Unterscheidungsvermögen und diese ihre Eigenschaft als Leberecht Frei-Herr vom Unterscheidungsvermögen auf so viele überträgt - wenn es nicht auch solche gibt, die diesem Baron Leberecht eine Nase drehen, dann werden wir ganz sicher mit alle dem, was wir sonst entwickeln, doch immer wiederum nur Hindernisse auf Hindernisse, Schwachheit auf Schwachheit häufen und so weiter.
Das sind schon drei starke Feinde, von denen man manchmal glauben könnte, sie schleichen sich durchs Schlüsselloch ein: die Damen Naivität, Illusion und der Baron Mangel an Unterscheidungsvermögen. Auf diese Persönlichkeiten müssen wir nun auch wirklich stark aufmerksam sein.
Sehen Sie, es ist ja eine schwierige Sache, und ich habe mich entschuldigt, daß ich das vorgebracht habe; aber ich pflege sonst, wenn ich so etwas vorbringe, immer zu sagen: Die Anwesenden sind ausgenommen. Ja, ich pflege das sonst zu sagen. Nun, meine lieben Freunde, es ist ja nicht so schlimm gemeint, es ist aber als ein Aufmerksammachen auf diese Feinde gemeint, die eben immer da sind.
Und tatsächlich, auch für diese Feinde gilt das, was Sie als eine Art Charakteristik in der letzten Szene zum letzten Mysteriendrama finden können, wo von gewissen geistigen Wesenheiten - denn Sie haben ja jetzt schon gesehen: geistige Wesenheiten sind es, die ich meine, geistige Feinde — gesagt wird, daß sie ihre Macht so lange haben, als man kein Bewußtsein von ihnen hat, daß ihre Macht aber sofort aufhört, wenn man ein Bewußtsein von ihnen entwickelt.
Darin besteht überhaupt das Geheimnis für sehr viele Dinge in der geistigen Welt, daß die bösen Mächte der geistigen Welt eigentlich nur so lange ihre Macht bewahren können, als man kein Bewußtsein von ihnen hat, als kein Bewußtsein von ihnen entwickelt wird. Dagegen wirkt die Entwickelung des Bewußstseins für gewisse geistig feindliche oder böse geistige Mächte so, wie der Tag für die unholdigen Gespenster: sie laufen davon, wenn Bewußtsein entwickelt wird.
Ich habe es ja oftmals betont, es ist von Schaden, wenn man sagt: Dies oder jenes ist eine schädliche Wesenheit; also hüte man sich davor, mit ihr irgend etwas zu tun zu haben, laufe man selber davon vor ihr. — Nein, man stelle sich diese feindliche Macht mit aller inneren Stärke vor das Antlitz, lerne sie erkennen! Denn entsteht ein Spiegelbild von ihr in dem eigenen Bewußtsein, so wirkt das als Licht, wovor sie davonläuft.
Ich habe das ja oftmals so charakterisiert, daß ich gesagt habe: Mancher sagt, wenn er von Luzifer und Ahriman hört: O, damuß man sich hüten! Weg, weg, weg davon! — Aber das ist nicht die Aufgabe; sondern die Aufgabe ist gerade, auch diese beiden Mächte so genau im Bewußtsein aufzufassen, daß sie vor uns davonlaufen. Das ist etwas, was wirklich weiterbringt. Denn in der geistigen Welt gelten ja vielfach andere Gesetze als diejenigen sind, die wir in der physischen Welt haben.
Ich habe ja schon einiges davon angeführt. In der physischen Welt gilt zum Beispiel das Gesetz, daß das Ganze stets größer ist als einer seiner Teile. Die vier Dreiecke sind die Teile des großen Dreiecks; das große Dreieck ist größer als einer seiner Teile. Nun denkt man, das ist absolut richtig. Für die geistige Welt ist es gar nicht richtig, sondern da ist der Teil immer größer als das Ganze. Sie werden sagen, das kann nicht sein. Aber das kann man sich eben nur in der physischen Welt nicht vorstellen! Doch es ist eben eine Tatsache: In der geistigen Welt ist Ihre Leber unendlich viel größer als Sie als der Ganze sind. - Und so muß man sagen, auch das gilt in der geistigen Welt: Wenn ich vor Luzifer davonlaufe, so kommt er mir immer näher und näher. Nur wenn ich stehenbleibe und er davonläuft, dann tut er das im Sinne des Davonlaufens in der geistigen Welt - und dann kommt er mir wirklich fern, nicht nahe. Dagegen, wenn ich vor ihm davonlaufe — nun ja, vom geistigen Standpunkt würde ich es eben nicht tun, denn da würde ich dieses Geheimnis kennen, das ich gerade ausgeführt habe -, laufe ich aber vor Luzifer davon, so tue ich es so, wie man davonläuft in der physischen Welt: wenn man längere Beine hat, so entkommt man ihm mit dem Davonlaufen eben in der physischen Welt. Aber in der geistigen Welt kommt man ihm immer näher und näher, da gilt das Umgekehrte. Dagegen, wenn man ihn zum Davonlaufen bringt, so beobachtet er die Gesetze der geistigen Welt, und er macht es so wie die unholdigen Gespenster vor dem Tagesanbruch: daß er vor seinem Spiegelbild in der menschlichen Seele wirklich sich entfernt.
Diese Dinge müssen schon ganz ernst genommen werden! Wenn wir sie ernst nehmen, so werden wir auch wissen, daß wir diese unsichtbaren Gegner, Naivität, Illusion, Mangel an Unterscheidungsvermögen, nur dadurch bekämpfen können, daß wir uns - ja, wie soll ich sagen, in dem Augenblicke, wo man über sie spricht, da wollen sie schon wieder immer dasein -, daß wir uns über sie keine Illusionen machen, daß wir sie fortjagen. Also ich muß selbst sagen: Man muß dazu kommen, sich über Naivität, Illusion und Mangel an Unterscheidungsvermögen nur ja keine Illusionen zu machen. Man muß also schon da wiederum der Illusion gegenüber auf dem richtigen Boden stehen.
Aber sehen Sie, das ist nun einmal meine Beobachtung, die sich auch in den letzten zehn Jahren immer mehr und mehr befestigt hat: Daß wir von dem, was bei der Grundsteinfeier gemeint war, lernen, auch diese unsichtbaren, aber deshalb nicht weniger mächtigen und bedeutungsvollen Feinde aus unseren anthroposophischen Kreisen hinauszubringen. Und stehen wir ganz fest auf dem, was damals vor zehn Jahren mit der Grundsteinlegung gemeint war, dann werden wir diese Feinde innerhalb unserer eigenen Versammlungen hinaustreiben. Sonst aber werden diese Feinde - ich könnte noch einige andere nennen, aber für heute ist es ja genug —, sonst werden diese Feinde in unseren Reihen wirklich unsäglich viel dazu beitragen können, daß die Macht der Gegner außer unseren Reihen von Tag zu Tag wächst. Das wollte ich heute erstens als eine Erinnerung an die Grundsteinlegung, dann auch als einen kleinen Bericht über die Stuttgarter Tagung vorbringen.
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Gemeint ist der Dreißigerkreis. ↩