Anthroposophy and its Opponents

GA 255b — 3 December 1919, Dornach

Mitgliedervortrag

Mitgliedervortrag

Meine lieben Freunde! Bei den in der letzten Zeit immer stärker und stärker auftretenden Angriffen wird es wohl doch notwendig sein, daß über gewisse Punkte der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft von unseren lieben Freunden nicht in unklarer Weise zur Außenwelt gesprochen werde. Ich werde natürlich mich nicht darauf beschränken, Ihnen etwa nur wiederum von diesem oder jenem Angriffe zu sprechen, sondern ich werde versuchen, von zwei Beispielen ausgehend, auch auf einiges Wichtigere zu sprechen zu kommen in Anknüpfung an das, was von seiten der Außenwelt unserer anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft entgegengebracht wird.

Da haben wir zunächst den neuesten Angriff des Jesuitenpaters Otto Zimmermann. Sie können mir glauben, daß die Notwendigkeit, auf diese Dinge zu sprechen zu kommen, für mich wahrhaftig nicht gerade etwas außerordentlich Angenehmes ist, aber es muß eben sein. Es muß schon aus dem Grunde sein, weil es notwendig ist, daß gewisse Dinge, die heute ein Ingrediens unseres Lebens sind, beim rechten Namen genannt werden. Dazu muß man zunächst darauf hinweisen, daß der Jesuitenpater Otto Zimmermann das Dekret der sogenannten Kongregation des Heiligen Offiziums vom 18. Juli 1919 dazu benützt, um auszusprechen, daß auch die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft unter dieses Dekret falle und so beurteilt werden müsse wie jede Art von Theosophie. Die Frage, die der Kongregation vorgelegt worden ist und die in diesem Dekret ihre Antwort gefunden hat, sie lautete ja so: «Können Lehren, die man heute theosophisch nennt, mit der katholischen Lehre vereinbart werden? Und ist es daher erlaubt, theosophischen Gesellschaften beizutreten, an ihren Zusammenkünften teilzunehmen und ihre Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und Schriften (libros, ephemerides, diaria, scripta) zu lesen?» Die Antwort der Heiligen Kongregation hieß: «Negative in omnibus» - nein in allen Punkten.

Nun wissen Sie ja aus jener Anführung, die ich Ihnen gemacht habe über eine Stuttgarter Rede eines Domkapitulars, dessen Name mir augenblicklich entfallen ist, daß von katholischer Priesterseite her geltend gemacht wird, daß man sich über das, was anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft enthält, nur unterrichten soll aus den Schriften der Gegner, weil meine eigenen Schriften zu lesen ja der Papst verboten hat. Daraus ersehen Sie, daß von dieser Seite die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft durchaus absolut gleich behandelt wird wie alles andere, was von dieser Seite her «theosophisch» genannt wird.

Nun hat man nötig, zunächst darauf hinzuweisen, wie es in diesen Kreisen, die sich berufen auf ein solches Dekret, mit der Wahrheit steht. Man braucht nur einiges aus dem Artikel, in dem der Jesuitenpater Otto Zimmermann von der Kirchen-Verurteilung der Theosophie und Anthroposophie spricht, hervorzuheben, um zu sehen, aus welchem Geiste heraus diese offiziellen Vertreter der katholischen Priesterschaft -— denn ein Jesuitenpater ist ein offizieller Vertreter — heute sprechen. Ich brauche zum Beispiel nur den folgenden Satz zu lesen:

Bis 1913 stand bei uns an erster Stelle die deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft vom indischen Hauptquartier Adyar. Durch den Abfall ihres Generalsekretärs Dr. Rudolf Steiner, der die meisten Mitglieder mit sich riß, anfänglich sehr geschwächt, hat sie sich mit den Jahren wieder einigermaßen erholt, zählt gegenwärtig etwa 25 Logen, darunter freilich etwa ein Fünftel «schlafende», und gibt in Düsseldorf als ihr Organ für Deutschland und Österreich das «Theosophische Streben» heraus. Über Steiner, der seine Theosophie nach dem Abfall «Anthroposophie» genannt hatte, klagte man in der letzten Zeit unter seiner Umgebung, daß er steril werde, keine neuen «Schauungen» mehr habe und immer nur dasselbe vortrage; er werde vermutlich sich bald auf etwas Neues werfen.

Nun muß doch die Frage entstehen, meine lieben Freunde, aufgrund wovon ein Jesuitenpater solche Dinge behauptet. Sie können ja ungefähr die Quellen erraten. Die hauptsächlichste Quelle wird wohl liegen in dem Pamphlet von Max Seiling, der ja am Schlusse seines Pamphlets seine Rückkehr in die alleinseligmachende katholische Kirche angekündigt hat. Aber es sollte das Vorhandensein solcher Quellen einem wahrheitsliebenden Menschen ganz gewiß nicht erlauben, seine Worte so zu formulieren, daß er sagt, «seine Umgebung» sage das. Denn bisher habe ich doch noch nicht entdecken können, daß just meine Umgebung es sei, die solche Dinge ausspricht. Man muß also sagen: Solche Dinge sind unwahr, und wenn ein Vertreter der katholischen Kirche sie ausspricht, so spricht er eben einfach Unwahrheiten aus.

Ich habe ja in den letzten Betrachtungen über die Wichtigkeit, es mit der Wahrheit ernst zu nehmen, sehr deutlich gesprochen. Wer in solchen Dingen es so mit der Wahrheit hält, bei dem darf man wohl doch fragen, was es eigentlich heißt, wenn er nachher in seinen Ausführungen folgenden Satz hat:

Die neuere Theosophie ist schon im Lichte der bloßen Vernunft ein verachtungswürdiger, tatsächlich von aller ernsten Wissenschaft mit Verachtung gestrafter Mystizismus, vollends aber im Lichte des Glaubens eine kaum zu überbietende Zusammentat von hinduistischen, buddhistischen, kabbalistischen, gnostischen und verwandten Irrtümern.

Wenn man sich das vor Augen hält und sich vergegenwärtigt, daß der Mann genau das, was er hier sagt, auch auf die Anthroposophie anwendet, dann muß man schon sagen, daf$ der Mann in allersträflichstem Leichtsinn über die Wahrheit sich hinwegsetzt.

Nun, meine lieben Freunde, man muß sich nur klarmachen, was das gerade bei einem katholischen Priester, bei einem Priester der römisch-katholischen Kirche bedeutet. Auch in diesen Dingen muß man vollständigen Ernst zugrundelegen. Sehen Sie, unter denjenigen Dingen, die dieser Jesuitenpater Otto Zimmermann der Anthroposophie, die er ja zu den theosophischen Lehren rechnet, vorwirft, ist auch, daß sie die Kirche als unfehlbare Lehrerin und Hüterin des überlieferten Glaubens leugne. Da sehen Sie ja, daß es durchaus römisch-katholisch ist, die römisch-katholische Kirche als die unfehlbare Lehrerin und Hüterin des rechten Glauben anzusehen. Nun muß man sich klar sein, daß die römisch-katholische Kirche nicht — wie beim evangelischen Glaubensbekenntnis — es nur mit gewöhnlichen Lehrern als Pfarrern und dergleichen zu tun hat, sondern daß die katholische Kirche es zu tun hat mit von ihr geweihten Priestern, die also, wenn sie sprechen, immer auch mit dem Mandat und Auftrag dieser katholischen Kirche sprechen. Wenn also von einem solchen Mann eine objektive Unwahrheit behauptet wird, so ist dies eine objektive Unwahrheit, die durchaus auch der katholischen Kirche zugeschrieben werden muß. Das heißt, die katholische Kirche als solche spricht nach ihren eigenen Prinzipien durch diesen Mann die Unwahrheit.

Ja, dies gehört eben zu den Dingen, die im heutigen Geistesleben außerordentlich ernst und schwerwiegend genommen werden müssen. Denn Sie müssen doch nur bedenken, meine lieben Freunde, daß die katholische Kirche — auch wenn sie in der letzten Zeit große Einbußen erlitten haben wird durch den Umsturz gewisser Throne - durch die Ohrenbeichte auf zahlreiche Menschen einen außerordentlich großen Einfluß hat, und daß sie ja tatsächlich diesen Einfluß auch dadurch ausüben kann, daß sie einfach, wenn sie will, denjenigen in der Beichte die Absolution nicht erteilt, die solchen Dekreten, wie das angeführte es ist, keine Folge leisten. Sie hat also immerhin schon ein geistiges Machtmittel, und das muß heute ganz wesentlich in Rechnung gezogen werden. Es muß gründlich und tief mit der Tatsache gerechnet werden, daß eine geistige Macht, die über solche Mittel verfügt, durch ihre Organe die Unwahrheit verkündigen läßt.

Sie sehen, und das sollte doch für diejenigen, die in den Nerv der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft eingedrungen sind, wenigstens theoretisch klar sein, daß die hauptsächlichen Schäden unserer Zeit von der Neigung der Menschen zur Unwahrheit kommen. Diese verbreitete Neigung der Menschen zur Unwahrheit, das ist dasjenige, was eigentlich allen Schwierigkeiten unserer Zeit zugrunde liegt. Wenn nun von einer gewissen Seite her, von der das Geistesleben zahlreicher Menschen verwaltet wird, ganz offiziell die Unwahrheit verbreitet wird, so bedeutet das außerordentlich viel unter den Kräften unserer Zeit. Und wenn die Unwahrheit so grobklotzig auftritt, dann ist es schon notwendig, daß man eine solche Erscheinung absolut ernst nimmt. Denn bedenken Sie doch nur einmal, daß diese Kirche durch das Schriftenverbot dafür sorgt, daß ihre Schäfchen auf die Wahrheit nicht aus einer eigenen Information kommen können, und bedenken Sie, daß diese Schäfchen die Verpflichtung haben, in allen Glaubenssachen ihren Hirten zu folgen, daß also diese Schäfchen verpflichtet sind, die Unwahrheiten, die durch die Hirten verbreitet werden, zu glauben, daß diese Schäfchen sogar nicht einmal die Möglichkeit haben, irgendwie zu konstatieren, daß ihnen Unwahrheiten aufgebunden werden.

Warum sage ich Ihnen das alles? Ich muß es sagen aus dem Grunde, weil eben Heil für die Gesundung unserer Zeit nur zu erwarten ist, wenn mit aller notwendigen Intensität in eine genügend große Anzahl von Menschen heute einzieht eine gründliche, wahrhaftige Beurteilung desjenigen, was von dieser Seite kommt und zu erwarten ist. Und aus dieser intensiven Wirklichkeitsempfindung sollte erfolgen der Ernst, der die Beurteilung unserer Zeitlage durchdringt. Es ist ja vieles, was in unserer Zeit lebt, von der gleichen Unwahrhaftigkeit angesteckt, trotzdem es nicht katholisch ist. Sehen Sie, da geht es nicht, in bequemer Weise einfach sich auf den Gesichtspunkt zu stellen, sich keine Unannehmlichkeiten machen zu wollen durch ein richtiges Urteil über diese Dinge. Es geht auch nicht, sich auf den Standpunkt zu stellen, daß ja doch nicht alle katholischen Priester so sein werden wie der Pater Zimmermann, denn das, was gegenüber den Bestrebungen anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft von katholischer Seite kommt, ist eben durchaus von derselben Art, und ein Mann wie der Pater Zimmermann ist ein richtiger Wortführer für das, was von dieser Seite kommt.

Nehmen wir doch einen Punkt heraus aus alldem, was dieser Pater geschrieben hat und worauf er sich jetzt wiederum bezieht. Dieser Pater hat in einer großen Reihe von Artikeln gegen die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft den Vorwurf des Pantheismus erhoben. Da liegt nun zweierlei vor. Erstens meine fortwährende Verwahrung gegen den Pantheismus, zweitens liegt die Möglichkeit vor, auch zahlreiche Kirchenlehrer, die die katholische Kirche als rechtmäßige Kirchenlehrer anerkennt, aus den gleichen Gründen, aus denen der Pater Zimmermann die Anthroposophie als pantheistisch anklagt, ebenfalls als pantheistisch anzuklagen. Nun ja, man kann mit diesen Gründen sogar den Apostel Paulus als einen Pantheisten hinstellen. Aber was würde es denn nützen, für diejenigen, die dem Pater Zimmermann glauben, irgendwie darauf hinzuweisen, daß er die Unwahrheit sagt? Nichts würde es nützen, denn die Schriften, die das beweisen, sind ja vom Papste verboten.

Das zweite ist der Vorwurf, daß es sich bei der Charakteristik der Christus-Gestalt um einen phantastischen Sonnengeist der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft handle. Und in diesem Punkt, meine lieben Freunde, weiß wirklich der Pater Zimmermann nicht, aber ganz gewiß wissen manche seiner Ordensgenossen sehr gut, wo die Richtigkeit liegt. Und diese Leute wissen auch sehr gut, warum sorgfältig vermieden wird, der katholischen Laiengemeinschaft zu sagen, daß es auch zu den inneren Lehren der katholischen Kirche gehören müßte, den Christus als einen Sonnengeist anzusehen. Dasjenige, was von dieser Seite vorliegt, ist nämlich dieses, daß in dieser Charakteristik des Christus, die von der Anthroposophie gegeben wird, die Wahrheit liegt. Das wissen diese Leute, aber ihr Bestreben besteht darin, die Wahrheit zu verhüllen, sie nicht unter die Leute kommen zu lassen aus Gründen, die ja aus manchem hervorgehen, was ich im Laufe der Jahre schon ausgeführt habe. Deshalb wenden sie sich ganz besonders gegen diejenigen, die der Verbreitung dieser Wahrheit, die sie selbst verhüllen wollen, dienen wollen. Und dann, wenn sie diesen Zweck erreichen wollen, dann lassen sie sich auch nicht hindern durch andere Dinge, die auch wahr sind und die sie im Lichte ihrer Unwahrheit verbreiten. So zum Beispiel weiß jeder, der meine Bücher kennt, der auch nur einige öffentliche Vorträge von mir gehört und geprüft hat, daß von mir niemals außer Acht gelassen wird zu betonen, daß der Christus-Geist ein wesentlich anderer ist als die Geister anderer sogenannter Religionsstifter. Es kann jeder wissen, daß von mir der Christus-Geist angesehen wird als dasjenige, was durch sein Hindurchgehen durch das Mysterium von Golgatha der ganzen Erdenentwicklung erst einen Sinn gegeben hat.

Es weiß jeder, der meine Bücher kennt, der meine Vorträge gehört und geprüft hat, daß ich ausdrücklich betone, daß es mir nie einfallen könnte, von der Gleichwertigkeit aller Religionssysteme zu sprechen, und ich habe immer wieder und wieder ein sehr einfaches Gleichnis gebraucht, um diese Anschauung von der abstrakten Gleichheit der verschiedenen Religionssysteme zu verurteilen. Ich habe darauf hingewiesen, daß es ja theosophische Sektiererei gibt, welche behauptet, allen verschiedenen Religionssystemen liege eigentlich die gleiche Weisheit zugrunde. Ich habe gesagt, daß nur jemand, der im Abstrakten steckenbleibt, ein solches Unding behaupten könne. Ein solches Unding kann nämlich nur behaupten, wer seine Charakteristik in einer gewissen abstrakten Höhe macht, ohne auf das Konkrete der einzelnen Erscheinungen einzugehen. Derjenige, der von dem gleichen Weisheitskern in allen Religionssystemen spricht, der kommt mir mit seiner Charakteristik der Religionssysteme vor wie einer, der Pfeffer, Salz, Paprika, Senf und so weiter Speisezutaten nennt und dann zum Ausdrucke bringt, Pfeffer, Salz, Paprika, Senf, Zucker seien von gleicher Wesenheit, nämlich sie seien Speisezutaten. Aber darauf kommt es nicht an, daß man solches durch Abstraktionen zu Charakterisierende in verschiedenen konkreten Dingen und Erscheinungen findet, sondern darauf kommt es an, welche Lebensbezüge die einzelnen konkreten Erscheinungen und Tatsachen haben. Und da möchte ich fragen, ob irgend jemand recht tut, der - weil die Eigenschaft des Speisezutat-Seins in all den Dingen: Salz, Zucker, Pfeffer und so weiter liegt -, nun in den Kaffee Salz hineintut statt Zucker, weil in beiden die gleiche Wesenheit, das Speisezutat-Sein, liegt. Man braucht nur genügend abstrakt zu sein, dann wird man sehr leicht über eine gewisse Erscheinungsreihe hinüber Gleichheit finden. Aber darauf kommt es im Leben nicht an, sondern im Leben kommt es darauf an, in die Dinge der Welt unterzutauchen. Und dann zeigt sich gegenüber dem Inhalte vorchristlicher Religionsbekenntnisse und gegenüber dem Inhalte des Mysteriums von Golgatha, daß diese vorchristlichen Bekenntnisse Vorbereitungen sind, die eine große Synthesis erfahren haben in dem Mysterium von Golgatha. Und es zeigt sich ferner, daß als Religion innerhalb der Menschheit nichts Neues auftreten kann seit dem Mysterium von Golgatha. Es können nur Erkenntnisse, Weltanschauungen auftreten, welche zu einer tieferen Erfassung des Mysteriums von Golgatha führen, als diejenigen sind, die schon da waren.

Eine solche Vertiefung gegenüber dem Mysterium von Golgatha soll auch die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft darstellen. Aber neue Religionsstiftungen sollten nach dem Mysterium von Golgatha nicht mehr vorkommen, aus dem einfachen Grunde, weil dasjenige, was hintendiert hat zur Religionsstiftung innerhalb der Menschheit, seine Vorbereitung gehabt hat vor dem Mysterium von Golgatha, und in dem Mysterium von Golgatha seinen Abschluß erfahren hat, so daß dann neue, andere Ansätze, die andere sind als religiöse, in die Menschheit noch hineinkommen können. Aber nachdem dasjenige, was durch das Mysterium von Golgatha an religiösem Impuls in die Menschheit hineingekommen ist, nachdem das in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit einen Abschluß bezeichnet, kann über das hinaus zwar ein besseres Verstehen dieses Abschlusses kommen, nicht aber kann als Religion etwas Neues gestiftet werden. Dieser Einschlag des Mysteriums von Golgatha ist für den Gesamtorganismus der Menschheit so etwas wie, sagen wir das Geschlechtsreifwerden für den einzelnen menschlichen natürlichen Organismus. Es kann der Mensch doch nicht zweimal geschlechtsreif werden. Er kann das, in was er hineinwächst durch die Geschlechtsreife, weiter ausbilden, aber es kann der Mensch nicht ein zweites Mal geschlechtsreif werden. Solche Dinge werden ganz klar, wenn man anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft wirklich verfolgt. Aber diesen Dingen gegenüber wird die Unwahrheit gesagt und zu gleicher Zeit Sorge dafür getragen, daß von denen, auf die man rechnet beim Verbreiten der Unwahrheit, die Wahrheit nicht erkannt werden kann. Da genügt es nicht, meine lieben Freunde, etwa durch die Finger zu schauen und Fünfe gerade sein zu lassen, sondern da ist es notwendig, sich ganz klar zu werden über die absolute Unmöglichkeit, daß aus solchen Quellen heraus für die Menschheit Heilsames kommen könne.

Nicht wahr, ich versuche diese Dinge von einem gewissen allgemeinen Standpunkte aus zu charakterisieren, von dem Standpunkte aus, wie Verbreitung der Unwahrheit aus solcher Quelle in der Entwicklung der Menschheit wirken muß. Aber man muß sich doch fragen, wie es denn kommt, daß immer wieder und wiederum auch bei solchen Menschen, welche Bekenner anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft sein wollen, die Sehnsucht auftritt, dies oder jenes zu sagen: Der oder jener, der innerhalb solcher Kirchen steht, habe doch sich nicht so schlimm über anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ausgesprochen. — Solche Dinge kommen eben davon, daß man immer wieder und wiederum einen bequemen Kompromiß schließen möchte mit demjenigen, mit dem doch ein Kompromiß nicht geschlossen werden soll, im Interesse menschlicher Wahrhaftigkeit nicht geschlossen werden soll. Mir kommt es fast vor, als ob ich überflüssig rede — und ich weiß doch, daß es nicht überflüssig ist -, indem ich gerade von diesem Gesichtspunkte aus die römisch-katholische Kirche charakterisiere.

Nun, meine lieben Freunde, in demselben Hefte - «Stimmen der Zeit» vom November 1919 —, in dem diese, man muß also sagen objektiven Unwahrheiten stehen und zugleich die Ankündigung, daß es den rechtgläubigen Katholiken verboten ist, sich über die Wahrheit zu informieren, in demselben Hefte steht auch ein Artikel über die Dreigliederung des sozialen Organismus von einem anderen Jesuitenpater. Nun, man ist eigentlich gewöhnt, wenn man die jesuitische Literatur kennt, eine gewisse Achtung zu haben vor dieser Literatur in den Teilen, in denen sie sich bezieht auf mancherlei Untersuchungen über diese oder jene philosophische Grundlage der menschlichen Weltanschauungen, eine gewisse Achtung zu haben wegen eines Scharfsinnes, der einmal durch jene Schulung erworben wird, denen die Menschen, die solchen Orden angehören, obliegen müssen. Aber wenn man einen solchen Artikel liest wie diesen über die Dreigliederung des sozialen Organismus, dann kann man die Anschauung gewinnen, daß diese Menschen, die auf vielen Gebieten einen wirklichen Scharfsinn bis vor kurzer Zeit erwiesen haben, diesen Scharfsinn durch die korrupten Elemente der heutigen unmittelbaren Gegenwart auch noch verloren haben, wirklich verloren haben. Denn was soll man zu einer Logik sagen, wenn zum Beispiel gesagt wird, daß ich die Selbständigkeit des Geisteslebens fordere und behaupten würde:

Mit schlichten Worten gesagt: Des sozialen Unheils Wurzel liegt darin, daß das Proletariat den Glauben verloren hat.

Nun, meine lieben Freunde, in meiner Schrift «Die Kernpunkte der Sozialen Frage» wird deutlich ausgeführt, daß ein wesentlicher Grund für den Verlust eines wirklichen Geisteslebens für das Proletariat darin liegt, daß die bisherigen Träger dieses Geisteslebens nicht in der Lage waren, innerhalb dieses Geisteslebens die gehörige Lebensstoßkraft zu entwickeln. Wahrhaftig wird bei mir nicht geltend gemacht, daß die Menschen verurteilt werden sollen, die den Glauben verloren haben, wenn sie Proletarier sind, sondern geltend wird bei mir gemacht, daß gerade die leitenden, führenden Kreise und dazu gehört doch noch für einen großen Teil der Menschen die römisch-katholische Kirche -, daß diese leitenden Kreise das Geistesleben in einer solchen Weise allmählich ausgebaut haben, daß dieses Geistesleben keine Stoßkraft mehr haben konnte für die Seelenbedürfnisse breiter Menschenmassen in der Gegenwart. Und eine schöne Logik zum Beispiel ist es auch, wenn gesagt ist: Ja, der Steiner will, daß das Geistesleben selbständig werde, aber was es mit dem selbständigen Geistesleben für eine Bewandtnis hat, das sieht man doch an der Verbreitung der Kinokunst in der Gegenwart. — Nun, meine lieben Freunde, wer den Geist meiner «Kernpunkte der Sozialen Frage» ins Auge faßt, der wird wohl genügend sehen, daß ich da gerade von der Unfreiheit des heutigen Geisteslebens spreche.

So ein Mann wie dieser andere Jesuitenpater - Constantin Noppel heißt er - bringt es also zustande zu schreiben, daß bei mir das freie Geistesleben gefordert werde, aber als ein Beispiel, was unter einem freien Geistesleben geschehen würde, dann die Auswüchse des gegenwärtigen unfreien Geistesleben anzuführen. Das sind in der Tat eben schon Defekte der Logik. Und solche Defekte der Logik wundern mich eigentlich bei einem Manne, der durch die Jesuitenschulung hindurchgegangen ist; denn daß aus einer Seele, die durch die Jesuitenschulung gegangen ist, aus politischen Gründen die objektive Unwahrheit kommt, wie das bei dem Pater Zimmermann der Fall ist, das kann man begreiflich finden; wie aber solche logischen Verrenkungen von dieser Seite kommen können, das ist etwas, zu dessen Verständnis erst die allgemeine Geisteskorruption unserer Tage herangezogen werden muß.

Ein solches Mitmachen der Geisteskorruption zeigt sich ja auch noch in anderen Dingen. In meinen «Kernpunkten der Sozialen Frage» versuche ich zu zeigen, daß das unberechtigte Hineinspielen, sagen wir von wirtschaftlichen Interessen in das Rechtsleben nur überwunden werden könne durch die Verselbständigung des Rechtslebens. Der Pater Constantin Noppel findet nun: Ja, auch wenn das Rechtsleben selbständig sein wird, dann werden eben in den Rechtsparlamenten doch auch Bünde der Landwirte, Arbeitervertretungen, Unternehmerbündnisse und so weiter sein. — Hätte er lesen können, so würde er aus meinen «Kernpunkten» haben entnehmen können, daß die ja gut drinnen sein können, daß sie aber da drinnen nichts machen könnten, was ihren Interessen als Bund der Landwirte, als Arbeiterorganisation oder als Unternehmerverbände entgegenkäme, denn alles das, was diesen Interessen entgegenkommt, wird eben gerade innerhalb des selbständigen Wirtschaftslebens gemacht. Trotzdem findet es solch ein Jesuitenpater möglich zu sagen:

Eben weil dort die Rechte, Arbeitsrecht, Grundrecht und so weiter festgelegt werden, wird das Rechtsparlament der Platz für einen Bund der Landwirte, für eine einseitige Arbeiterpartei, Unternehmerpartei und so weiter sein.

Ja, meine lieben Freunde, solche Logik kommt ganz genau gleich der Logik irgendeines Nichtsnutzes, dem man sagt: Damit du heute nicht auf die Straße laufen kannst und andere Buben kratzen und durchprügeln kannst, sperre ich dich heute ein; was wirst du dann machen? - Dann sagt er: Ich werde sie doch durchprügeln und kratzen. - Nicht wahr, die Logik, die bei diesem Jesuitenpater zugrunde liegt, ist wirklich ganz genau die gleiche. Er fährt zum Beispiel fort:

Entweder nehmen also die wirtschaftlich Interessierten an dieser Gesetzgebung keinen Anteil, und dann gibt Steiner kein Mittel an, wie die souveräne Wirtschaft zur Annahme ihrer von nicht-sachverständiger Seite auferlegten Bestimmungen gezwungen werden soll. Oder aber die wirtschaftlich Interessierten arbeiten an der Gesetzgebung mit, dann werden sie es auch stets als Interessierte tun, und im besten Fall sind wir soweit wie heute.

Nicht wahr, solchen Menschen gegenüber kann man von allem möglichen reden, und sie werden eben sagen: die Dinge bleiben eben trotzdem beim Alten. — Man kann sagen, solch ein Artikel, wie ihn der Otto Zimmermann schreibt, ist voller Gift und Galle, und es fällt insbesondere diese Fülle von Gift und Galle auf; aber solch ein Artikel, wie der, der hier über die Dreigliederung des sozialen Organismus steht, der ist eigentlich nicht voller Gift und Galle, aber eigentümlicherweise voller Dummheit. Ich könnte mir sogar denken, daß es Menschen gibt, die sagen: Nun, der Constantin Noppel ist ja gar nicht einmal so schlimm, denn er behandelt die Dreigliederung ganz objektiv, und für seine Dummheit kann ja schließlich ein Mensch nichts. - Aber eben das wäre die bequeme Art der Beurteilung, die heute so ungeheuer viel Schaden stiftet.

Nun möchte ich aber bei dieser Gelegenheit auch hier wiederum auf etwas hinweisen, was ganz grundlegend bei der Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus ist. Dieser Jesuitenpater schließt seinen Artikel mit den Worten:

Doch gibt er ...

— damit meint er mich —

... sich damit im wesentlichen zufrieden und hofft gegen alle Erfahrung, daß die nun glücklich getrennten, bisher feindlichen Brüder sich nunmehr von selbst zu friedlicher Gemeinschaftsarbeit finden werden. Gesetzt auch, daß die Dreigliederung praktisch durchzuführen wäre, so löst zwar Steiner den sozialen Organismus in drei Glieder auf, aber die soziale Frage löst er nicht. Er versagt in der Synthese.

Nun kommt es gerade darauf an - und das ist etwas Grundlegendes -, daß zwischen der Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus und allen anderen Programmideen eben ein Unterschied besteht. Alle anderen Programmideen gehen davon aus, daß sie — wenigstens bis zu einem gewissen Grade — gewissermaßen Lösungsversuche des sozialen Problems seien. Die meisten, die solche sozialen Programme aufstellen, haben ja doch eigentlich im Hintergrunde die Meinung: Heute ist die Welt noch schlecht, aber wenn sie über acht Tage soweit ist, daß sie alles das verwirklicht, was ein solcher Programm-Mann aufstellt, dann wird sie gut sein, dann wird die soziale Frage so ungefähr gelöst sein.

Sehen Sie, von solchen Anschauungen geht die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus gar nicht aus, sondern diese Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus konstatiert zunächst, daß unter den mancherlei Strömungen, die im Menschenleben vorhanden sind seit soundso vielen Jahren, auch die soziale Frage im modernen Sinne des Wortes ist. Denn wenn man wieder alles durcheinanderwirft, so kann man natürlich sagen, die soziale Frage habe es immer gegeben. Aber die soziale Frage, wie wir sie heute aus unseren Welt- und Lebensbedingungen heraus aufzufassen haben, ist eben nicht älter als sieben bis acht Jahrzehnte. Diese soziale Frage ist da, und sie ist durch die Lebensverhältnisse im gegenwärtigen Entwicklungsstadium der Menschheit in dieses menschliche Leben hereingetragen worden. Und sie muß immer von neuem gelöst werden, das heißt, die Menschen müssen in einem sozialen Organismus leben, aus dessen Struktur heraus sie sich so verhalten werden, daß ihr Leben eine fortdauernde Lösung der sozialen Frage findet. Also an alle Menschen wird appelliert, nicht bloß an die eigene Gescheitheit, sondern an alle Menschen wird appelliert. Aber gezeigt wird, unter welchen Verhältnissen im sozialen Organismus die Menschen leben sollen, wenn sie wirklich beitragen sollen zur Lösung der sozialen Frage. Das, was da durch die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus angestrebt wird, ist etwas so Grundverschiedenes von alldem, was bisher als programmatische Ideen aufgetreten ist, daß es wirklich eine riesengroße Albernheit ist, wenn jemand sagt: So löst Steiner den sozialen Organismus in drei Glieder auf, aber die soziale Frage löst er nicht. - Denn es geht aus jeder Zeile der «Kernpunkte» und aus anderem, was ich auf diesem Gebiete geschrieben habe, hervor, daß es sich mir gar nicht darum handelt, daß ich als einzelner eine Lösung der sozialen Frage geben will, sondern daß ich darauf hinweisen will, wie die Menschen im sozialen Organismus gegliedert sein sollen, damit aus dem Zusammenwirken und Zusammendenken und Zusammenempfinden der im sozialen Organismus gegliederten Menschheit die Lösung der sozialen Fragen kommen kann. Es ist also eine Kapitaldummheit, wenn irgend jemand behauptet, ich würde die soziale Frage nicht lösen, denn ich habe ja niemals den Anspruch gemacht, daß ich als einzelner die soziale Frage löse. Ich will bloß hinweisen auf diejenige Organisation des gesellschaftlichen Lebens, durch die der Lösung der sozialen Frage nahegekommen werden kann.

Aus all den Dingen wird Ihnen hervorgehen, wie schwierig es heute ist, mit dem aus den Grundbedingungen der Zeit herausgeborenen Wahrheitsstreben gegenüber dem bösen Willen der Menschheit und gegenüber der Torheit der Menschheit wirklich aufzukommen. Was kann denn eigentlich verächtlicher sein, als wenn jemand wie der Pater Zimmermann nachweislich mit objektiven Unwahrheiten hausieren geht. Und solches Hausierengehen mit objektiven Unwahrheiten kann sich heute vor den gehörigen Maßnahmen bei seinen eigenen Leuten dadurch schützen, daß diesen eigenen Leuten verboten wird, sich über die Wahrheit zu informieren. Und der Pater Zimmermann darf ruhig schreiben für seine Laien:

Die neuere Theosophie ist schon im Lichte der bloßen Vernunft ein verachtungswürdiger, tatsächlich von aller ernsten Wissenschaft mit Verachtung gestrafter Mystizismus.

Und diese objektive Unwahrheit müssen die katholischen Laien glauben, weil es verboten ist, sich über die Wahrheit zu unterrichten. Man kann sich in der Tat kaum etwas Korrupteres vorstellen. Nur darauf möchte ich eben hinweisen in bezug auf den bösen Willen. Die Dummheit, die der andere Faktor ist, gegen die ist ja schwer aufzukommen. Mit bezug auf die soziale Frage ist das der große Irrtum, daß die Menschen immer glauben, die soziale Frage sei etwas, was ein einzelner oder eine Partei mit einem Programm lösen könne. Die soziale Frage kann man nur fortdauernd, kontinuierlich lösen, indem man in einer gewissen Art das menschliche Zusammenleben organisiert. Das ist es gerade, worauf in fundamentaler Weise durch die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus hingewiesen wird und was man so formulieren kann: Diese Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus sagt, daß ein einzelner die soziale Frage nicht lösen kann. - Und dann kommt die Dummheit und sagt: «... aber die soziale Frage löst er nicht».

Sehen Sie, meine lieben Freunde, es ist tatsächlich notwendig, daß man die Augen nicht verschließt vor diesen Dingen, und ich kann Ihnen die Versicherung geben, was ich das letzte Mal sagte, ist mir durchaus bitterer Ernst. Keineswegs entspricht es meiner Neigung, diese Dinge gerade in bezug auf die katholische Kirche zu sagen. Aber ich sage sie ja auch nicht als irgendein Angreifer, sondern ich sage sie als Angegriffener. Ich würde mich, wenn diese Angriffe nicht gekommen wären, wahrhaftig darauf beschränken, in positiver Weise die Wahrheit vor die Menschen hinzustellen. Aber wo aus einem solchen Geiste heraus die Angriffe kommen, ist es nicht anders möglich, als diese Angriffe auch in gehöriger Weise zu charakterisieren. Was von einzelnen Seiten der katholischen Priesterschaft ausgesprochen worden ist, das ist ja richtig; es gehört das vielleicht sogar zu dem wenigen Richtigen, was in bezug auf Anthroposophie von der katholischen Kirche ausgesprochen worden ist; es wurde da oder dort gesagt: Na, solange diese Anthroposophie ein obskures Dasein führt, werden wir uns um sie nicht bekümmern; in dem Augenblick aber, wo sie sich verbreitet, in dem Augenblick werden wir sie vernichten!

Man könnte auf der einen Seite den gegenwärtig auftretenden intensiven Kampf gegen Anthroposophie ja dann als Dokument auffassen für die Verbreitung. Das ist auch in gewissem Sinne der Fall. Aber auf der anderen Seite darf der Wille zur Vernichtung, der auf der heute gekennzeichneten Seite besteht, nicht unterschätzt werden, denn von dieser Seite wird man vernichten, was man vernichten kann. Und die Standfestigkeit einer geistigen Bewegung für das äußere physische Menschenleben zwischen Geburt und Tod ruht doch auf der ehrlichen Kraft ihrer Bekenner. Dieses letztere Wort bitte ich Sie durchaus ins Auge zu fassen. Diese ehrliche Kraft der Bekenner, auch diese sachverständige Kraft der Bekenner, das ist etwas, an das man immer wieder und wiederum appellieren muß, weil ja ganz gewiß für die Kräfte in den geistigen Welten selbst es gleichgültig ist, wieviel Erdenmenschen sich zu einer Sache bekennen, aber die Erde braucht Wahrheit, und zur Verbreitung der Wahrheit auf der Erde ist die Kraft ihrer Bekenner notwendig.

Von vielen Seiten her erfährt anthroposophisch orientierte Getsteswissenschaft heute Angriffe. Man würde sich ja gern mit diesen Angriffen auseinandersetzen, meine lieben Freunde, wenn sie so geartet wären, daß sie sich mit objektiv Hingestelltem beschäftigen würden. Warum sollte man sich denn nicht in eine objektive Polemik mit objektiven Gegnern einlassen? Aber nehmen Sie solche Angriffe wie den, der von dem Individuum Dessoir ausgegangen ist, nehmen Sie das, was hier von einer ganzen Kirchengemeinschaft durch ihre Vertreter ausgeht - Sie finden im Grunde genommen überall den Typ des unsachlichen Angriffes und überall den Typ des innerlich, seelisch Korrupten.

Sonnabend um ½8 Uhr werden wir dann von weniger unerfreulichen Dingen zu sprechen haben.

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