Faculty Meetings with Rudolf Steiner II

GA 300c — 29 April 1924, Stuttgart

Fünfundsechzigste Konferenz

Nach drei Wochen Ferien gingen die Kinder wieder zur Schule, jedoch in die nächsthöhere Klasse. Mit dem Auto war Steiner am 29, April aus Dornach angereist, abends war Konferenz„ Am nächsten Morgen begrüßte er die neuen Erstklässler, wonach er eine Ansprache zur Schuleröffnung hielt. Er sprach zuerst zu den Eltern, dann zu den Erstklässlern, dann zu den übrigen Schülern und zum Schluss zu den Lehrern. Der letzte Satz lautete: «Vorwärts, meine lieben Kinder, und meine heben Lehrer, vorwärts!» (CA 298, S. 177) Es sollte seine letzte Ansprache in der Schule sein.

Danach besprach er sich mit den kommenden Zwölftklässlern, ob sie ein Abitur in oder nach der 12. Klasse wollten. Danach folgte die Konferenz.

Themen [65. und 66. Konferenz]: Überfüllung der Unterstufe. Martha Haebler hatte im Vorjahr eine 5c eröffnet, dieses Jahr muss wieder eine 5c eröffnet werden. Berufung Dr, Erich Gaberts. Klassenverteilungen. Lehrplananweisungen für das 12. Schuljahr in Physik, Geschichte, Kunstunterricht. Ausführliche Anweisungen für Literaturunterricht, Mathematik, Chemie, Geografie und Religion.

Bemerkungen: Im fünften Jahr hatte der Lehrplan der 12, Klasse im Zeichen des Abiturs gestanden; der Waldorflehrplan war diesem Ziel weitgehend geopfert worden. Dessen Ausarbeitung wurde nun nachgeholt. In großen> bedeutenden Zügen wurde der Lehrplan für das 12. Jahr dargestellt. Hinweise zur pädagogischen Behandlung einzelner Schüler.

Neben Erich Gabert wurde Verena Gildenleister für den altsprachlichen Unterricht berufen. Die 47 Lehrer bewältigten nun im sechsten Schuljahr einen Organismus mit 23 Klassen und fast 800 Schülern, immer noch in beengten Raumverhältnissen.

RUDOLF STEINER: [Die 1. bis 7. Klasse sind überfüllt. Von der 8. Klasse ab sind noch Plätze frei. Bei der 1. bis 4. Klasse sind wir durch das Gesetz limitiert, Da wird eine Eingabe wegen einer höheren Schülerquote an die Behörde gemacht. Wir haben viele Anmeldungen durch die Tagung. Die Räume wären da.]

Es wird die Liste der Klassenlehrer für das kommende Schuljahr aufgestellt.

RUDOLF STEINER: [Für 5c sollten Sie telegrafieren an Dr. Erich] Gabert, [Wilhelmshaven, er] soll hospitieren durch drei Wochen. [So lange sollen alle Kinder noch in der 5a und 5h beisammenbleiben]; 118 : 120; in jede müssen wir sechzig Schüler tun. Das müssen wir so lange machen, bis er sich eingelebt hat. [Für den lateinischen und griechischen Unterricht sollten wir berufen Fräulein Verena Gildemeister, bis Donnerstag.] Dann würde es darauf ankommen, wie wir es machen in den vier oberen Klassen.

10a: Naturwissenschaft anfangen,
10b: mit Kunstunterricht anfangen,
11: [beginnt mit] Mathematik,
12: mit Geschichte,
9.: Stockmeyer Mathematik,
10a, 10b, 12.: Mathematik Baravalle.
9., 10a, 10b, 11., 12. Naturwissenschaft: Dr. Lehrs.

Ja, Dr. Lehrs, Sie wollen nun selbstständig die 9. Klasse übernehmen? Dann hilft er [zu Dr. Kolisko] Ihnen in der 10a, 10b, 11. und 12. Physik mit Mathematik zusammen.

Geschichte: 9. (vorläufig), 10., [Klassen] 11 und 12: Stein.

Kunstunterrieht: 10a, b, 11. und 12.: Schwebsch. 9. [Klasse] hat später Kunstunterricht.

Baravalle: mit Mathematik in der 12. Klasse beginnen. 9, beginnt mit Geschichte, [Stein]. Lehrs wird 10a Naturwissenschaften nehmen, 10b: Schwebsch [Kunstunterricht].

  1. [Klasse]: Botanik Kolisko,
  1. [Klasse] Baravalle Mathematik.

Feldmessen 10a und 10b: Stockmeyer.

Technologie: Strakosch.

Technologie 10. Klasse 2 Stunden, 11. bis 12. je eine Stunde. Stra-kosch in der 9. Naturwissenschaften. Dann hat Kolisko nicht so Lehrs: 10a, Kolisko: 10b, 11 und 12. Strakosch: 9. Mathematik, Stockmeer: 11. Feldmessunterricht und Ihre Schraubenlehre.

Naturkundliches:
9 Strakosch
10a Lars
10b Kolisko (Lehrs)
11 Kolisko (Lehrs)
12 Kolisko (Lehrs)

Geschichte:
9 Stein
10a Felicia Schwebsch
10b Felicia Schwebsch
11 Stein
12 Stein

Frau Dr. Schwebsch vorläufig unbesetzt; sie soll die Fächer von Fräulein Dr. leise: hl übernehmen.

Hiernach werden der Sprachunterricht, der Religionsunterricht und der Eurythmieunterricht verteilt.

[Sprachunterricht:]

la Französisch und Englisch: Bernhardi
1b Französisch und Englisch: Hofmann
2a Französisch und Englisch: Heydebrand
2b Französisch und Englisch: Tilliss
3a Französisch: Geyer Englisch: Rutz
3b Französisch und Englisch: Mellinger
4a Französisch und Englisch: Düberg
4b Französisch und Englisch: Michels
5a Französisch und Englisch: Uhland
5b Französisch: Killian Englisch: Uhland
5c Französisch und Englisch: Gabert
6a Französisch: Hahn Englisch: Tittmann
6b Französisch: Naegelin und Englisch: Rutz
6c Französisch: Naegelin und Englisch: Haebler
7a Französisch: Geyer Englisch.: Treichler
7b Französisch und Englisch: Treichler
8a Französisch und Englisch: Boy
8b Französisch: Ruhtenberg/Tittmann und Englisch: Treichler, Sie sind ein starker Mann.
9a Französisch: Tittmann und Englisch: Düberg bis auf Weiteres, Gabert
9b Französisch: Englisch:
10a Französisch: Hahn ind Englisch: Schwebsch 10b Französisch: Hahn und Englisch: Boy
11 Französisch: Tittmann und Englisch: Boy
12 Französisch: Haebler und Englisch: Baravalle

Lateinisch und Griechisch:
5 noch offen
6. Lehrs
7. Schubert
8., 9. Tittmann
10a, b, 11., 12. Frau Schwebsch

Religionsunterricht: Hahn, Ruhtenberg, Uehli, Baumann, Hofmann, Schubert, Wolffhügel.
la, b Hofmann
2a, b, 3a, b Wolffhügel
4a, b, 5a, b, c Schubert
6 a, b, c Hahn
7a, b Ruhtenberg
8a, b Ruhtenberg
9 Baumann
10a, b Uehli
11, 12 Hahn

Handwerk: Wolffhügel, Handarbeit auch in Ordnung.

Eurythrnie muss aufgestiegen werden von unten angefangen:

la Dähnhard
lb Röhrte
2a Nora Stein
2b Röhrle
3a Dähnhard 3b Stein
4a Röhrle
4b Dähnhard
5a Röhrle
5b Stein
5c — (später)
6a Stein
6b Wilke
6c Röhrle
7a Wilke
7b Wilke
8a Stein
8b Stein
9 Dähnhard
10a Röhrle
10b Fels
11 Stein
12 Röhrle

5c müssen wir dann noch besetzen. Die 9. Klasse kann man trennen.

RUDOLF STEINER: [Jetzt] ist das eine große Frage, wie wir es mit dem Abitur halten [wollen im kommenden Jahr]; ob wir die Sache so fortsetzen [wie bisher], oder ob wir die zwölf Klassen rein halten und dann eine daraufgesetzte 13. Klasse haben. Dann würde die Sache für dieses Jahr wegfallen. Nun liegt die Sache so, [dass wir wissen müssen], wie es mit den Schülern sein wird. Es [will] eine große Anzahl Abitur machen.

[Morgen] um neun Uhr werden die Schüler [der 1. Klasse] auf-genommen, um zehn ist die Eröffnungsfeier. Dann würde ich vorgeführt bekommen die Schüler der jetzigen 12. Klasse [morgen] um zwölf Uhr, in einer Klasse der Schule. Davon werde ich [es] abhängig machen, inwieweit diese das Abiturium machen wollen. Die Lehrer sollen bei der Besprechung dabei sein. Wenn die Schüler erwarten, jetzt Abiturium zu machen, werden wir in den sauren Apfel beißen müssen. Erst ist die 12. Klasse ruiniert worden dadurch. Wenn es geht, werden wir dieses Jahr auf das Abiturium verzichten und im nächsten Jahre eine Abituriumspresse einrichten.

ERNST LEHRS [vermutlich] fragt nach dem Lehrplan für Physik in der 12. Klasse.

RUDOLF STEINER: Der Lehrplan der 12. Klasse [soll ausgearbeitet werden. Das] wäre zu besprechen.

[In der Physik] haben wir also von der 9. [Klasse]: Telefon und Dampfmaschine, Wärmelehre, Akustik. — 10. [Klasse] Mechanik als solche. — 11. [Klasse] moderne Elektrizitätslehre. — [jetzt müsste in der] 12. Klasse [eigentlich] Optik [kommen].

Bilder statt Strahlen. Auf das Qualitative müssen wir gehen. Lichtfelder und Lichträume. Nicht reden vom Brechen, sondern vorn Zusammendrücken des Lichtfeldes. Diese Ausdrücke [wie Strahlen und so weiter] müssen wir dann weghaben. [Wenn wir besprechen], was eine Linse ist, müssten wir nicht den Querschnitt der Linse, zeichnen und dann einen phantastischen Querschnitt von Strahlen, sondern wir müssten dabei bleiben, die Linse aufzufassen als «das Bild zusammenziehend», verdichtend oder auseinandergehend. Also nur tatsächlich stehen bleiben bei dem, was sich unmittelbar im Sehfeld zeigt. Also ganz überwinden die «Strahlen». Das muss in der Optik gemacht werden. Bei anderen Dingen kommt anderes in Betracht. [Vor allen Dingen] sollte man ins Qualitative übergehen. Ich meine nicht Farbenlehre, sondern einfach den Tatbestand. Nicht ein ausgedachtes Bild, sondern einen Tatbestand.

Optik im weitesten Umfang. Dahinein kommt zunächst:

  1. das Licht als solches; [zunächst das Licht als solches]! Die Ausbreitung, [die mit der Ausbreitung abnehmende Intensität, Fotometrie, Spiegelreflexion. — Dann
  2. Licht und Materie, was man so Brechung nennt. Vergrößerung und Verkleinerung des Bildes, Verschiebungen. — Dann
  3. Entstehung der Farben.
  4. Polarisationserscheinungen [und so weiter].
  5. Wesen der Doppelbrechung, wie man das nennt, die Erscheinungen der Inkohärenz [in der Lichtausbreitung].

Ins erste Kapitel, Ausbreitung, gehören die Spiegel, die Reflexion.

Optik ist sehr wichtig, weil im Geistesleben die einzelnen Teile sehr viel zusammenhängen. Sehen Sie, nicht wahr, warum gibt es so wenig Verständnis für das Spirituelle? Das könnte da sein. Es ist nicht da, es gibt so wenig Verständnis für [das] Spirituelle, weil eine wirkliche Erkenntnistheorie nicht besteht, sondern nur abstrakte Spintisierereien. Warum ist keine wirkliche Erkenntnistheorie da? Weil, seit Berkeley sein Buch über das Sehen geschrieben hat, keiner mehr [richtig] das Sehen mit dem Erkennen zusammengebracht hat.

Wenn Sie so Zusammenhänge suchen, werden Sie die Spiegelerscheinungen nicht mehr so erklären, dass Sie sagen: Da ist ein Spiegel, da fällt ein Lichtstrahl senkrecht auf, sondern Sie werden hier das Auge haben und werden zu erklären haben, wenn das Auge gerade sieht, warum nichts weiter entsteht, als dass es gerade sieht. Sie müssen dahin kommen, dass der Spiegel im Grunde genommen das Bild des Gegenstandes zeigt [oder: «zieht»1 für das Auge.

300c-02
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Sie bekommen subjektive Anziehungskräfte. Sie müssen ausgehen vorn Sehen. Die ganze Optik wird sich Ihnen anders darstellen. Wenn Sie gerade hinsehen, sehen Sie ungestört. Sehen Sie aber durch [einen] Spiegel, so sehen Sie nicht ungestört, sondern Sie sehen eigentlich [einseitig?] in der Richtung zum Gegenstande hin. In dem Augenblick, wo Sie Spiegel haben, wird zugleich polarisiert. Es verschwindet die eine Raumdimension durch das Sehen durch den Spiegel. Dazu haben Sie Anhaltspunkte in den von mir gegebenen optischen Vorträgen.

Englisch lb würde entfallen.

WALTER JOHANNES STEIN fragt wegen der Geschichte in der 12. Klasse.

RUDOLF STEINER: In der 12. Klasse [die] ganze Geschichte. Nicht wahr, Sie haben ja alles durchgenommen. Nun würde es sich darum handeln, [in der 12. Klasse] einen Überblick zu geben im Zusammenhang über die ganze Geschichte. Sie -wissen, dass ich in meiner Pädagogik ausführe, dass in dem Alter von zwölf Jahren ab Kausal-begriffe aufgefasst werden. Nun würde dann der Kausalunterricht weitergehen [bis zur 12. Klasse]. Er muss belebt, individualisiert wer-den. in der 12. handelt es sich darum, dass [der Unterricht] etwas unter die Oberfläche heruntergeht, dass man versucht, Inneres in der Geschichte zu erläutern.

Man zeigt durch das ganze Bild der Geschichte im Abriss, wie, sagen wir, im Griechentum Altertum, Mittelalter und Neuzeit in gewisser Weise vorhanden ist, sodass die älteste Zeit, die homerische Zeit, das Altertum ist, die Zeit der großen Tragiker das Mittelalter wäre, und die Zeit des Platonismus und Aristotelismus wäre die Neuzeit. So auch für das Römertum [und so weiter]. So die Geschichte behandeln, dass [man] nun [an] den einzelnen Völkern oder Kulturkreisen [zeigt, wie] die Dinge so [zusammenkommen]. Was ein Altertum als solches ist, [ein Mittelalter, eine Neuzeit. Also Altertum, Mittelalter, Neuzeit in jeder Kultur zeigen]. Dasjenige, womit wir das Mittelalter anfangen, ist ein ebensolches Altertum wie [in] der griechischen Geschichte, als wenn wir da mit der alten griechischen Mythologie anfangen.

Dann würden gebrochene Kulturen kommen, unvollständige Kulturen, wie die amerikanische Kultur, die keinen Anfang hat, [oder] die chinesische, die kein Ende hat, die in Erstarrung übergeht, [aber nur Altertum ist]. In dieser Weise [den Lebensgang eines Kulturkreises darstellen]. Etwas ist ja Spengler davon aufgefallen. Es ist von dem Gesichtspunkt auszugehen, dass in der Wirklichkeit nicht eine Skizze der geschichtlichen Ereignisse vorliegt, sondern ineinanderlaufende Kreise.

ERICH SCHWEBSCH fragt nach dem Kunstunterricht in der 12. Klasse.

RUDOLF STEINER: Da ist eigentlich außerordentlich richtig Hegels ästhetischer Aufbau, symbolische Kunst, klassische Kunst, romantische Kunst. [Die] symbolische Kunst ist [die] erste, [die Kunst der Offenbarung, die] klassische geht in die äußere Form, [die] romantische vertieft das wieder. [Das ist bei den einzelnen Völkern nachzuweisen. Bei den Ägyptern finden wir die symbolische Kunst.] Im Griechentum finden wir wieder alle drei, wenn auch [die symbolische und die romantische Kunst] etwas zu kurz kommen. In der neueren Zeit finden wir [mehr] klassische und romantische, und die symbolische kommt zu kurz.

[Einzelheiten bei] Hegels Ästhetik; [das] ist ein wirklich klassisches Buch der Ästhetik. Das für die 12. [Klasse]. Symbolische Kunst [ist die], die ihren Grundcharakter in der ägyptischen Kunst hatte, da sind die beiden anderen ganz rudimentär. In der griechischen Kunst ist das Klassische ausgebildet, das vorher und das nachher kommt zu kurz. Die Neueren sind klassische und romantische Kunst, wie Hegel da ausführt. Die Neuesten sind eigentlich immer romantisch.

Wir fangen mit dem Kunstunterricht [doch ] in der 9. an?

ERICH SCHWEBSCH gibt die bisherige Verteilung an: In der 9. einzelne Gebiete aus der Malerei und Plastik. — 10. Klasse etwas aus der dem-schen klassischen Dichtung. — 11. Klasse das Zusammenströmen von Dichterischem und Musikalischem. [Da war] als Thema angegeben, [zu verfolgen], wie Dichtung und Musikalisches sich seit Goethe unter der Oberfläche fortsetzen.

RUDOLF STEINER: In der 12. hinarbeiten auf das, was ich gesagt habe. Sonst ist es ganz gut, was bisher gemacht worden ist. [Die Elemente der Baukunst. Baukunst sollte hineinkommen.] Wenn in der 12. Klasse jemand gesprochen hat über Baukunst und Bautechnik, dann kann sich daran anschließen eine Besprechung der Baustile.

Technologie hatten wir von der 10. ab. [In der 10. hatten wir] Weben. Man müsste in der einfachsten Weise Gewebe machen lassen. [Es] genügt am Modell. [In der 11. Klasse] Dampfturbinen.

EUGEN KOLISKO [vermutlich] fragt nach den Manteltieren als einer der zwölf Tierklassen.

RUDOLF STEINER: [Das sind die] Tunikaten, [die] Salpen. [Die hat man bisher nicht als eigene Klasse angesehen.]

[...] [Besprechung der Dozenten des Eurythmeums.]

RUDOLF TREICHLER fragt wegen des Schülers A. D.

RUDOLF STEINER: Nervenstärkungsmittel. Ich kann nicht einsehen, dass es so furchtbar schlimm sein soll, wenn so ein Junge einfach da ist. Ganz [spurlos] geht es nicht vorüber. Der üble Einfluss ist nur der, wenn er bei einem anderen Gegenstand dasitzt. Das Unbewusste hört die Sache.

Bei S. B. müsste man warten, bis er vierzehn Jahre alt ist. Er sollte möglichst entlastet werden; wenig Unterrichtsstoff, und [der sollte] stark [wirksam sein]. Die Mutter hat furchtbar gelogen. Er müsste zu Hause zum Malen angehalten werden. [Kein Latein und Griechisch.]

ERNST LEHMS fragt wegen des Schülers P. Z. in der 6. Klasse.

RUDOLF STEINER: Nicht Rücksicht nehmen auf ihn, [ihn] so lange Faxen machen lassen, bis es ihm selber langweilig wird. Man muss erreichen, dass die [anderen] nicht aufmerksam sind auf ihn und er in aller Einsamkeit die Dinge macht.

[Auf eine Frage von Ernst Lehrs nach der Sitzordnung im Lateinunterricht] [Im Sprachlichen kann man die Schüler setzen nach solchen, die für das Lautliche, und solchen, die für das Sinnvolle, Inhaltliche der Sprache Interesse haben, So hat man Blocks, die man verschieden behandeln und gegeneinander übersichtlich verarbeiten kann.]

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