The Fateful Year of 1923

GA 259 — 21 July 1923, Dornach

Die Internationale Delegiertenversammlung

Herr Albert Steffen begrüßte im Namen des Kongreßbureaus Herrn Dr. Steiner und die anwesenden Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft. Er dankte zuallererst Herrn Dr. Steiner für den Zyklus, den dieser am Vorabend über das Thema «Drei Perspektiven der Anthroposophie» begonnen hatte und der den Veranstaltungen dieser Tage die Seele geben würde. Er dankte den Delegierten der Anthroposophischen Gesellschaft von Amerika, Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Holland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Tschecho-Slowakei etc. für ihr Erscheinen. Von den verschiedensten Orten der Erde denkt man heute in einheitlicher Weise an Dornach, das Zentrum der Anthroposophischen Gesellschaft. Trotz individueller und volksgemäßer Andersartigkeit weiß man sich an diesem Ort in einem Geist vereinigt. Man fühlt sich hier als Weltbürger. Eine Tatsache, die bei der heutigen Zersplitterung der Menschheit schon als solche wert ist, gebucht zu werden.

Der internationale Verkehr vereinigt die Menschen gemeinhin über die Oberfläche der Erde, aber nur im Äußerlichen. Die Technik kann ebensogut negativen Mächten dienen, indem sie als Mittel der Zerstörung mißbraucht wird. Sie muß die Zivilisation ruinieren, wenn sie nicht beseelt wird.

Welche Idee, welche Weltanschauung, welches Streben ist imstand, diese Beseelung zu bewirken?

Wenn wir nach Süden schauen, so finden wir die katholische Kirche. Ihr gewaltiger Wille sucht die ganze Menschheit zu einigen, aber auf Kosten der Freiheit des einzelnen. Dogmen verbieten, die geistige Welt vom Ich aus zu erforschen. Dadurch bleibt der Katholizismus auf der Stufe des Mittelalters stehen. Er macht den Impuls der Bewußtseinsseele nicht mit.

Dieser Impuls kommt im Westen zur Blüte. Shakespeares Dramen (die Konflikte Hamlets, Lears usw.) sind das Durchdringen der modernen Seele. Langsam schwindet das Bewußtsein der geistigen Welt. Humor und Moral leibt übrig in Schriftstellern wie Swift, Dickens, Bernard Shaw. Aber ihre Kulturkritik hat nicht mehr die Kraft, den Zerfall des Geisteslebens aufzuhalten.

Niedergang zeigt sich heute besonders in Mitteleuropa. Ihn könnte nur die Erfüllung des faustischen Strebens, das Übersinnliche zu erobern, verhindern. Aber die führenden Denker Deutschlands ergeben sich einer skeptischen Denkart, wie Spengler, einer depressiven Kunst, wie Hauptmann, und das Volk folgt blind.

Im Osten sehen wir das Geistige übermächtig hereinbrechen, aber in ungesunder Weise. Der Russe, der vom Übersinnlichen berührt wird, will übergut oder über böse sein. Er bekommt infantile oder hysterische Züge, wie die Romanfiguren Tolstois und Dostojewskis zeigen.

So finden wir, ob wir nach Süden, Westen, Norden oder Osten blicken, zurückschraubende, verhärtende, zermürbende und kränkende Kräfte, Kräfte der Kreuzigung.

Auferstehungskräfte bringt heute nur eine Geistesströmung: die anthroposophische. Sie setzt den Dogmen eine religiöse Erneuerung, gegründet auf eine Philosophie der Freiheit, entgegen.

Sie belebt das Bewußtsein, indem sie es über die geistige Welt ausdehnt. Die eurythmische Wiederbelebung des Geistesgehaltes der Shakespearedramen (z.B. des Sommernachtstraumes, von dem einige Szenen an diesem Tage aufgeführt wurden) ist seit Schlegel und Tieck das Größte, was für diesen englischen Genius getan wurde.

Sie reinigt das faustische Streben zu einer Geisteswissenschaft, die nicht nur die Seele, sondern auch den Körper heilen wird. Man denke hier an die Erfolge der Heilmittel, die aus unseren Klinisch-Therapeutischen Instituten hervorgegangen sind.

Sie schafft endlich eine neue Kunst. Welch gewaltige dichterische Impulse sind aus ihr hervorgegangen: die Mysterienspiele Dr. Steiners, die Architektur, Plastik und Malerei des Goetheanum u.a.

Auf jedem Gebiet bringt Anthroposophie die Erneuerung, denn sie trägt die Kräfte in sich, die aus dem Geistigen kommen, wo Werdekräfte walten. Sie ist ein Wesen, das dem Tod nicht unterworfen ist. Aber sie hat kein Haus, worin sie sich in vollem Maße auszuwirken vermöchte. Wir sind, nachdem das alte Goetheanum abgebrannt ist, zusammengekommen, um über den Aufbau des neuen zu beraten. Das alte Goetheanum war ganz aus opferwilligen Spenden entstanden. Für den Wiederaufbau des neuen haben wir bisher wenig mehr als die Versicherungssumme. In dieser liegt gewiß kein Segen. Zu diesem Gelde, das von widerwilligen Steuerzahlern herrührt, müssen wir das Gegengewicht schaffen. Wir müssen noch mehr Opferfreude und Gemeinschaftsgefühl entwickeln als beim ersten Bau. Wir müssen uns als Gesellschaft auf das festeste zusammenschließen. Es gilt für das Größte einzutreten, das es gibt auf der Welt.

Dr. Guenther Wachsmuth berichtete nun über das Ergebnis der Vorbesprechung der Länderdelegierten am vorigen Nachmittag. Er erwähnte als Vorgeschichte zu dieser Tagung, daß bei einer Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz am 10. Juni 1923 die folgende Resolution einstimmig angenommen worden sei:

«Die Anthroposophische Gesellschaft in der Schweiz drückt in der heutigen Versammlung den Wunsch aus: Herr Dr. Steiner möge den Wiederaufbau des Goetheanum in Dornach in die Hand nehmen. Sie räumt ihm als maßgebendem künstlerischen Leiter Vollmacht ein, den Bau in jeder Beziehung, sowohl was die Verwendung der hierzu bestimmten Gelder als auch was die Auswahl der mitwirkenden Persönlichkeiten betrifft, nach eigenem Ermessen und eigener Disposition, ohne irgendwelche Einmischungen von seiten der Mitglieder, durchzuführen.»

Ein Bericht über diesen Beschluß, der an die auswärtigen Zweige verschickt worden war, hatte überall begeisterte Zustimmung gefunden, und da von englischen Freunden die jetzige Tagung angeregt wurde, sei nunmehr die Gelegenheit gegeben worden, sich über die Aufbringung der Mittel zu beraten. Am wirksamsten sei wohl der Plan von Frau Dr. Wegman, daß für jedes Mitglied Fr. 1000.- beigetragen werden innerhalb 12-15 Monaten. Eine wöchentliche Ersparnis von 20 Franken z.B. würde im Laufe eines Jahres eine solche Summe ergeben. Dies sei viel leichter möglich, als man von vornherein glaube. Skeptisch seien meist nur diejenigen, welche selbst noch nicht sammeln gegangen sind. Diejenigen aber, die schon für den Wiederaufbau tätig geworben haben, machten oft überraschend gute Erfahrungen; so hätten z.B. von 37 Mitgliedern, die in Dornach besucht wurden, 35 Mitglieder je 1000 Franken als in 15 Monaten zahlbar gezeichnet, und zwar meist solche, die nicht wohlhabend sind. Gleiche Berichte lägen von auswärts überall vor, sobald nur wirklich begeisterte und überzeugte Aktivität entfaltet wurde. Ein schönes Beispiel hatte, wie Dr. Steiner am Vortage erzählte, eine Dame dadurch geben, daß sie erklärte, in ihrem Zweige wären 25 Mitglieder, die Arbeiter sind und daher alle nicht volle 1000 Franken geben könnten, aber sie selbst wolle für jedes Mitglied ihres Zweiges 1000 Franken zeichnen, also insgesamt 25 000 Franken selbst geben. — Ein anderer Vorschlag von Mr. Pyle ging dahin, daß es in jedem Lande vielleicht Mitglieder gebe, die 15000, andere die 10000 und 5000 Franken geben könnten, so daß auf diese Weise doch in jedem Lande durch solche Abstufung für jedes Mitglied des Landes 1000 Franken zum neuen Goetheanum beigetragen werden könnten.

Ein dritter Vorschlag, der von den englischen Freunden ausging, von Mr. Kaufmann, Miss Groves und Miss Melland unterstützt worden war, regte die Abfassung einer Broschüre an, in der dasjenige, was in Kunst, Wissenschaft, Therapie, Pädagogik usw. aus anthroposophischen Quellen heraus geleistet worden ist, in einer für die Außenwelt geeigneten Weise zusammengestellt werden soll.

Es sei von anderer Seite gefragt worden, ob man bei der Werbetätigkeit für das neue Goetheanum überhaupt an außerhalb der Gesellschaft stehende Persönlichkeiten herantreten solle. Diese Frage sei aber nur aus dem Taktgefühl jedes einzelnen heraus zu entscheiden. Dr. Wachsmuth wies auf einen Roman hin, der ihm in dieser Hinsicht einen starken Eindruck gemacht habe. Dort seien zwei junge Menschen geschildert, die wissen, daß es unzählige Vereinigungen von Menschen mit idealistischen Zielen verschiedenster politischer und konfessioneller Färbung gebe, aber noch keine Vereinigung aller derjenigen Menschen, die nichts anderes als eine stetige lebendige Beziehung zur geistigen Welt suchten und nichts anderes wünschten, als ein ritterliches Kämpfen für die Verwirklichung der Gesetzmäßigkeiten der geistigen Welt auf dem physischen Plan. Aus dieser Einsicht heraus bildeten diese jungen Menschen einen Bund, der sich der Bund der «Ritter vom Geiste» nannte. Der Bund wurde bald von Menschen aus allen Ländern mit Mitteln unterstützt, vor Gefahren gewarnt und beschützt, mit Nachrichten versehen, weil unendlich viele, die noch nicht öffentlich diesem Bunde beitreten wollten, doch wünschten, daß es diesen Rittern vom Geiste ermöglicht werde, dasjenige auf Erden zu verwirklichen, was aus der geistigen Welt heraus verwirklicht werden soll. - Als Anthroposoph habe man wie nirgendswo anders Gelegenheit, sich solche Menschenkenntnis zu erwerben, daß, wenn man selbst ein wahrer Ritter vom Geiste sei, man auch in der Außenwelt diejenigen erkennen werde, die Ritter vom Geiste sind oder werden. An solche Menschen könne man herantreten und ihnen Gelegenheit geben, mitzuhelfen am Wiederaufbau des Goetheanum. Denn man erweise einem Menschen Gutes, wenn man ihn mithelfen lasse am Errichten einer Lehrstätte, von der die aufbauenden geistigen Kräfte der Menschheit ausströmen sollen.

Selbstverständlich sei wohl, daß es nach Ablauf des Jahres 1923 zum mindesten kein Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft mehr geben dürfe, das nicht das Seine zum Wiederaufbau beigetragen habe.

Der Plan von Frau Dr. Wegman, für jedes Mitglied Fr. 1000.- aufzubrin . gen, habe das Gute, daß er sich an jeden Einzelmenschen wende, so daß sich ein jeder mitverantwortlich fühle und nicht allen Erfolg von den anderen oder gar einer unbestimmten Außenwelt erwarte.

Man habe in der Vorbesprechung den Vorschlag gemacht, daß unter Berücksichtigung ihrer Mitgliederzahl usw. die verschiedenen Länder es sich zum Ziele machen sollten, vorerst ungefähr die folgenden Beiträge aufzubringen:

England... ..... 300 000 Schweizer Franken

Amerika. ....... 200 000

Honolulu....... 200 000

Schweiz... ..... 400 000

Holland... ..... 300.000

Italien. ........ 100 000

Frankreich ...... 50000

Österreich ...... 50000

Tschechoslowakei .. 100000

Dänemark. ...... 100 000

Skandinavien ..... 100 000

ÜbrigeLänder ....... __100000 (Belgien, Polen, Finnland, Neuseeland etc.)

vorerst ca. 2000000 Schweizer Franken.

Alle diese verschiedenen Vorschläge ständen nunmehr zur Diskussion. Dr. Wachsmuth bat die Delegierten, sich bei ihren Beratungen immer zwei Bilder vor Augen zu halten: Das neue Goetheanum solle errichtet werden für alle Menschen der Erde, die Ritter vom Geiste seien; und wir sollten hinausgehen in die Welt und arbeiten für den entscheidenden Augenblick, in dem Dr. Steiner das Zeichen geben wird, daß die Arbeiter auf dem Hügel von Dornach zusammenströmen, um den neuen Bau zu errichten.

Mr. George Kaufmann, London, vertrat hierauf den Gedanken der Ausarbeitung einer Broschüre, die zur Erleichterung der Arbeit in der Außenwelt das Wesentliche der verschiedenen anthroposophischen Arbeitsgebiete in knapper, künstlerischer Weise darstellen sollte.

Baroness Rosenkrantz, London, regte an, daß für solche Mitglieder, denen finanzielle Hilfe schwer ist, eine Möglichkeit geschaffen werde, die Arbeit ihrer Hände zum besten des Goetheanum zu verwenden, d.h. praktische Gebrauchsgegenstände, die noch zu bestimmen wären, unentgeltlich anzufertigen, deren Verkauf dann gemeinschaftlich organisiert werden müsse; und den Reinertrag dieser umsonst geleisteten Arbeit dem Wiederaufbaufonds zuzuführen. Ein kleiner Anfang in dieser Hinsicht sei von ihr schon gemacht worden.

Dr. Peipers, Stuttgart, erinnerte an die großen Opfer, die in früheren Zeiten für den Aufbau des alten Goetheanum von den deutschen Mitgliedern geleistet worden sind. Es sei die große Sehnsucht der deutschen Freunde trotz der traurigen Verhältnisse und fast unüberwindlichen Schwierigkeiten in Deutschland, auch für den Wiederaufbau wesentliches beizutragen. Obgleich in Anbetracht der augenblicklichen Lage von seiten des Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland absichtlich nicht zur Sammeltätigkeit aufgefordert worden sei, wären doch von allen Seiten spontane Beiträge, Geld und Schmuckgegenstände, eingesandt worden nach Stuttgart, die von einer ergreifenden Opferwilligkeit zeugten. -— Von deren Verwendung wird in diesem Bericht noch die Rede sein.

Dr. Praußnitz, Jena, unterstützte den Vorschlag von Baroness Rosenkrantz, freiwillige Arbeitsleistung, insbesondere während der Ferienzeit, zur Verfügung zu stellen und den Ertrag zugunsten des Goetheanum zu verwenden.

Herr Dr. Steiner betonte, daß wir während dieser wichtigen Tage zu einem konkreten Resultat kommen müßten. Die Abfassung einer Broschüre z.B. zu diskutieren sei zu abstrakt und allgemein. Man müsse genau angeben können, wer sie schreiben werde. Eine solche Schrift sei etwas ganz Persönliches, müsse aus dem künstlerischen Können einer einzelnen Individualität entstehen. Es habe also keinen Sinn, in einer Versammlung darüber zu beraten. Im übrigen liege schon so viel geeignetes Material vor, um überzeugend auf die Außenwelt zu wirken, daß die Mitglieder erst einmal mit dem Vorhandenen mehr als bisher arbeiten sollten. So haben wir z.B. die Wochenschrift «Das Goetheanum». Sie wird von einer Persönlichkeit redigiert, die, wie von anderer Seite letzthin gesagt wurde, das beste Deutsch schreibt, von Albert Steffen. Diese Zeitschrift berichtet ständig aus anthroposophischem Geiste heraus über bedeutsame Weltfragen, sie habe aber mehr Abonnenten unter den Außenstehenden als unter den Mitgliedern. Hier zeigt sich der alte Fehler der Mitglieder, immer Neues schaffen zu wollen, aber das vorhandene Gute nicht fruchtbringend zu verwenden. Herr Dr. Steiner stellte dann falsche Ansichten in bezug auf die Verwendung der deutschen Beiträge richtig. Alles, was in Deutschland gesammelt werde, müsse, den dortigen Gesetzen entsprechend, selbstverständlich auch in Deutschland verzehrt werden. Er betone dies ausdrücklich. Obgleich die deutschen Freunde gewiß auch gern große finanzielle Opfer bringen würden, die jetzige Weltlage erlaube es nicht. Die Hilfe aus Deutschland müsse in einem moralischen Opfer bestehen.

Andererseits dürfen die Freunde aus den anderen Ländern die Sicherstellung der Mittel für den Wiederaufbau nicht zu lange hinausschieben, am Ende dieser Versammlung müssen wir wenigstens wissen, mit welcher Summe man vorerst bestimmt rechnen könne, um dieser Summe entsprechend mit dem Wiederaufbau beginnen zu können. Es könne z.B. ein Bau aufgeführt werden, gleichsam ein Erinnerungsbau an das gewesene Goetheanum, mit einer Summe von 1 bis 2 Millionen Franken. Das würde dann etwa eine bessere Scheune nach Art der Schreinerei, nur eben aus Beton, werden. Man könne aber auch etwas Schöneres aufbauen, das dann vielleicht 4-5 Millionen Franken oder mehr erfordern würde. Es handle sich eben darum, die genaue Summe festzustellen, die man für den Wiederaufbau sicherstellen will, damit man dementsprechend disponieren kann.

Vor allem dürfe aber auch nicht vergessen werden, daß mit dem Wiederaufbau sich neue, schwere Aufgaben für die Mitglieder ergeben werden, neue Kraftanspannung nötig sein wird, um Widerstände zu überwinden und die äußere anthroposophische Arbeit auf dem physischen Plan moralisch wirksam zu unterstützen. Ein moralischer Fonds muß geschaffen werden. Wenn es nur auf die Verbreitung der anthroposophischen Wahrheiten ankäme, genügte dazu der gute Wille der Mitglieder, diese Wahrheiten durch positive Arbeit zu verbreiten. Da nun aber die anthroposophische Bewegung eine ganze Reihe von praktischen Unternehmungen ins Leben gerufen habe, die mit dem Widerstand der Außenwelt ringen müssen, z.B. die im anthroposophischen Sinne geleiteten Schulen, Kliniken, Laboratorien, wirtschaftlichen Unternehmungen usw., so bedürfe es einer gesteigerten Wachsamkeit der Anthroposophen, um das Ungeheuerliche, was von gegnerischer Seite an Lügen und Verleumdung gegen uns geleistet wird, aus dem Felde zu schlagen. Herr Dr. Steiner verglich unsere Lage mit der von Menschen, die in einer belagerten Festung sind. Oft werden den Gegnern durch Nachlässigkeit im Denken und Handeln der Mitglieder die Tore der Festung von innen geöffnet. Nur äußerstes Wachsein der Mitglieder wird uns über die schweren Zeiten hinweghelfen, die mit dem Wiederaufbau des Goetheanum kommen werden.

Herr Steffen erinnerte die Anwesenden daran, welche ungeheure Menge von Material in den Werken von Dr. Steiner vorliege, um sich selbst täglich vorwärtszubringen und auch die ganze Welt zu überzeugen, damit aber auch den Wiederaufbau des Goetheanum zu fördern.

Herr de Haan gab der Zuversichtlichkeit Ausdruck, daß die Tatkräftigen unter uns alle nötigen Mittel für den Bau aufbringen werden.

Am Nachmittag fand wiederum eine Sonderbesprechung der Länderdelegierten statt.

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