Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914
GA 265
Fragmente, die nicht zugeordnet werden konnten
Handschriftliche Aufzeichnung Rudolf Steiners
Notizblatt Archivnummer 6974
Woher kommst du?
Aus der Loge des hl. Johannes
Was macht man in der L.-. des hl. Joh.?
Man errichtet dort der Tugend Tempel und man gräbt dort Gefängnisse für die Laster.
Was bringst du von dort?
Wohlfahrt, Fortschreiten, und Wohlwollen aller Menschheit
Was gedenkst du hier zu tun?
Meine Leidenschaften besiegen, meinen Willen unterwerfen und neue Fortschritte zu machen.
Nimm deinen Platz ein, mein B.-. und sei willkommen an dieser Stätte, wo entgegengenommen werden mit Bewußtsein die Strahlen deiner Lichter.
Einzelne Texte Rudolf Steiners in der Handschrift von Marie Steiner-von Sivers
Weisheit hat dich leiten sollen, solange du an diesem Tempel bautest, der da ist irdisches Bild des geistigen Lebensstromes. Lichtwasser ist dir jetzt diese Weisheit, zu leiten dich, da deine Seele entfaltet die Samen der Weisheit.
Schönheit hat deine Arbeit zieren sollen, solange du an diesem Tempel bautest, der da ist Bild sich selbst beschränkenden Form-Schaffens: lösendes Salz ist dir jetzt diese Schönheit, da deine Seele löset die Hüllen deines Geistsamens.
Stärke hat ausführen sollen deine Arbeit, solange du an diesem Tempel bautest, der da ist ein Bild schaffender Daseinsmächte: bildendes Feuer, zu dem zurückkehrt die Asche deines Leibes, ist dir in der Zukunft diese Stärke, da dein Geist sich einet den Weltengeistern, zu schaffen den großen Tempel des Seins.
Brüder der Vorzeit, Eure Weisheit durchdrang die Wasser des Elementenreichs und gab unserer Schwester irdische Hülle, auf daß sie offenbaren konnte in der Welt, was ihre Seele unter eurer weisen Führung vorzeitlich angenommen hat.
Brüder der Gegenwart, in eure weise Führung suchte unsere Schwester zu kommen, auf daß an ihrem Teile offenbar würden eure Gottesgedanken.
Brüder der Zukunft, in Eures Baues Plan wollet ihr einfügen die Seele unserer Schwester, auf daß sie weiterströme in eurer Kraft, im Leibe eurer großen Seele.
Und du Schwester, die du dich verbandest mit uns, zu erstreben das Schauen der Höhen ewigen Lichtes, deine Kräfte, die da strömen in anderer Seinsform, lasse sie einfließen diese Kräfte, in unsere Arbeit, wirke mit uns in dem Sanktuarium spirituellen Lebens: wir aber sind untrennbar in unseren Seelen mit der deinen.
Eins, Einig, Einheit.
Vorbereitet durch das Schweigen, wird es gesprochen mit Hülle des von oben Empfangenen.
Der Weisheit zum Träger sich zu machen, gelobt der$* [Rosenkreuzer] Maurer seinem Gotte in der Seele seines Geistes. Einen Tempel dieses Gottes erblickt er in der menschlichen Hülle seines Wesens. Zum Bildner dieses Tempels sich zu machen gelobet er. Nichts will er denken, was der Weisheit zu schämen sich hätte. Es schwebt vor seinen Augen die Losung:
Mein Sinnen soll allüberall suchen dich, göttlicher Geist.
Der Schönheit zum Diener will sich machen der® [Rosenkreuzer] Maurer; der Schönheit gelobt er sich, weil in ihrem Schoße nur kann gedeihen das Leben des Gottes in seiner Seele. Es vermeidet der®[Rosenkreuzer] Maurer einen Schein, der da widerspricht dem Sein; er sucht im Schein des Seins wahre Verkörperung. Es atmet in seinem Atem die Losung:
Meine Rede soll dich, göttliche Seele, offenbaren.
Der Starkmut zur Hülle will sich machen der + [Rosenkreuzer] Maurer; der Starkmut gelobt er sich, weil nur durch ihr Feuer reifen kann das Wesen des Gottes in seinem Herzen. Es sucht zu entfliehen der# [Rosenkreuzer] Maurer der Schwachmut, die nur lähmt alles Heiles Fortgang; er sucht die Starkmut, die mit scharfem zweischneidigem Feuerschwert bereitet die Bahn allem Fortschreiten. Es schlägt in seinem Herzen die Losung:
Mein Herzschlag soll dich, göttlicher Wille, bekräftigen.
I
Es trägt mich der Boden der Erde;
Es hüllt mich ein die Luft der Erde;
Um mich schau ich der Berge Felsen;
Um mich erblüht der Erdenwelt Pflanzenkleid;
Es lebt Empfindung im Reich der Tiere,
Das wie in tausend Einzelformen
Auseinandersetzt meines eignen Wesens Fülle.
Zu stets Höherem sich zu gestalten fühle ich Kraft,
Den Menschen macht allein dies edle Streben.
II
Aus dem Boden der Erde ist er geboren.
Aus der Luft der Erde ist er belebt,
Den Felsen der Berge ist er verwandt,
Dem Pflanzenkleid ist sein Dasein verwoben,
Das Reich der Tiere trägt seines Geistes Kraft;
Doch wie zum harmonischen Wunder
Gefügt ist Erde, Felsen, Leben in ihm.
Sinken wird der Erde Boden unter ihm.
Todträger wird sein der Kreis der Luft.
Stürzen werden der Berge Felsen,
Verdorren wird das Pflanzenkleid,
Betäubt wird sein der Tiere Leben.
Er aber wird tragen die Frucht des Erde-Seins
Zu neuem Weltenschaffen in ferner Zeit.
Zu fühlen dieses Zieles ewigen Wert
Erschafft die Weisheit in jeglichem Denken,
Empfängt die Schönheit in jedem Lebenshauch,
Reift die Starkmut in jeglichem Puls des Blutes.
Ihr weisen M.d.O. [Meister des Ostens], wir treten im Geiste vor euch hin mit dem gereinigten Verlangen, daß des Herzens Zentrum schweigen soll im Ausdruck des Äußern und brennen soll im Feuer eines neuen Innern. Lasset in uns die Grundfeuer erkeimen, die da schmelzen und vereinigen die Elemente des Tempels, der sein soll würdiger Wagen deines Gotteswesens.1
Der alte Tempel wird den neuen gebären.
Die drei mögen einen neuen Wagen aus unseren Zeichen erstehen lassen.
Die Drei mögen Audhumla fruchtbar machen.2
Es spricht, der da sitzt inmitten der Sterne der Weisheit:
Es wird kommen die Zeit, da öde und wesenlos sein werden des Menschen Intelligenz und Sinnenlust. Und unfruchtbar wird sein die Fleischeskraft und lahm wird sein die Tochter des Hirns. Und was unter Menschen gegründet haben Sinnendenken und Sinnenfühlen wird vertrocknen wie Meer vertrocknet in zehrender Hitze. Aber blühen wird die Offenbarung der Sterne der Weisheit. Mir gehört, was zu Silber gewandelt, was als Gold ihr bewahrt habt, - so spricht der da sitzt inmitten der Sterne der Weisheit.
Leuchtender wird sein die Offenbarung des neuen Tempels als des Ersten, und sich selbst gefunden wird sich haben das Ich im Ich.
Der Einzuführende vor den Toren: M.M. Gedenke, daß du dich zurechtfinden mußt in Gefilden, wo du nie warst:
Westen = Ahriman : Er will du sein.
Süden = Luzifer : Er will du sein.
Osten = gold. A
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Wasser
In nomine Elohim et per spiritum aquarum viventium, sis mihi in signum lucis et sacramentum voluntaris.
Rauch
Per serpentum aneum sub quo cadunt serpentes ignei, sis mihi.
Hauch
Per firmamentum et spiritum vocis, sis mihi.
Erde
In sale terrae et per virtutem vitae aeternae, sis mihi.
Sylphen
Geist des Lichtes, Geist der Weisheit, dessen Hauch bestimmt die Form aller Dinge - Dringe bis zu uns
Undinen
König des Meeres, welcher die Schlüssel des Himmels hat, wir rufen dich ----
Salamander
Unsterblicher, Ewiger, ungeschaffener Vater die [der] Welt
Unsichtbarer König, führe uns zur Klarheit.
Handschriftliche Aufzeichnung Rudolf Steiners
aus dem Notizbuch Archivnummer 611
Grün entsteigt der Erdenmutter
Mit den leuchtenden Blumenfarben
Wird der Sonnengeist überdecken
Was dem Boden lebend entspringt.
Kleid ist, was der Erde entsproßt
Mantel ist, was der Sonnengeist erschafft
Lebend im Innern birgt es Seele
Kraftend die Seele durchdringet Geist.
Geist werdet ihr Schwestern, ihr Brüder
Schauen nur, wenn ihr vernehmet,
Was zu künden eures Wesens Innerstes
Hat das Wort der Weisen des Ostens.
Nehmet hin das Wort des Geistes.
Die gedient ihm haben von Urbeginn,
werden ihre Kraft euch senden
durch die Weisheit, die Schönheit und Kraft.