The Fateful Year of 1923
GA 259 — 8 August 1923
Sitzung des Dreissigerkreises (ohne Rudolf Steiner)
Ich kam etwas zu spät und so mitten hinein in eine erregte Diskussion des in Korrektur vorliegenden «Aufrufs zum Deutschen Goetheanum-Fonds». Besonders Leinhas ging scharf ins Zeug mit kritischen Bemerkungen.
Nachher wurde über die innere Gliederung der Arbeit des Kreises gesprochen, über die Aufstellung einer Geschäftsordnung usw. Ich erklärte, daß ich bereit sei, ein «Tagebuch» zu führen, daß aber die Eintragungen vom Kreis genehmigt werden müßten. Ich fragte nachher Unger, der zum Vorsitzenden gewählt wurde, wie ich dies machen solle. Er sagte, er werde mir das nächste Mal endgültig Bescheid geben.
Inzwischen war die Nr.6 der «Anthroposophie» verteilt worden, und es wurde über die verschiedenen Publikationen gesprochen.1
Dann wurden Mitteilungen über die Affäre Stahlbusch und über gegnerische Persönlichkeiten gemacht, die in der Waldorfschule beschäftigt seien (!), den Verlobten der Pflegetochter der Frau von Drachenfels, die Köchin der Frau Leicher (?) usw.
Leinhas gibt davon Kenntnis, daß der Kommende Tag das Projekt Kennenburg wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht weiter verfolgen könne. (Im Klinisch-therapeutischen Institut hatte er gestern die eigentlichen Gründe für die Ablehnung mitgeteilt: Husemann könne keine neue Aufgabe übernehmen, bevor diejenige der Propaganda für die Heilmittel gelöst sei. Der Kommende Tag müsse darauf sehen, daß sich das Institut rentiere, und die Ärzte anhalten, nach dieser Richtung zu arbeiten.)
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Siehe Anhang II, Seite 829 ff. ↩