The History of the Anthroposophical Society 1913–1922

GA 251 — 3 August 1922, Dornach

42. Vom Denken zum künstlerischen Erleben

Das Erste Goetheanum In Der Architekturgeschichte

Nicht wahr, es handelt sich ja natürlich darum, dass man, wenn man etwas künstlerisch betrachtet, dass dann sehr viele Intuitionen oder Imaginationen in einer Region verlaufen, die zu scharf konturiert wird, wenn der Versuch gemacht wird, die unbewussten Prozesse — oder intuitiven und imaginativen Prozesse —, die ja, wenn man irgendetwas realisiert, nicht wahr, genau dieselben sind; die unterbewussten Prozesse und die imaginativen und intuitiven Prozesse sind ja für das Ergebnis, für die Produktion, für dasjenige, was entsteht, die sind ja dieselben. Und nicht wahr, es ist immer etwas Gefährliches, wenn man diese Dinge zu sehr in das Bewusstsein durch Verstandesüberlegungen heraufholt, namentlich aus dem Grunde, weil man sehr leicht dadurch abkommt von dem eigentlichen Gebiete, um das es sich handelt.

Ich würde sagen: Die Betrachtung war außerordentlich schön, wenn es sich handeln würde darum, zu zeigen, wie in einer gewissen Weise parallel miteinandergehen in der Menschheitsentwicklung gewisse Ausgestaltungen des menschlichen Wesens auf verschiedenen Gebieten. Ich will also zum Beispiel sagen: Die urphänomenal bedeutsame Sache für den Inhalt bei dieser Auseinandersetzung vom Kreuz ist, dass weltgeschichtlich betrachtet die Analytische Geometrie zunächst also die Koordinaten betrachtet, das heißt die Verwandlung der alten Euklidischen Geometrie, die unmittelbar mit Anschauung gearbeitet hat, die Verwandlung in Konstruktionen mit dem Kreuz: Wir müssen es zurückführen auf eine ganz bestimmte Entwicklungskraft in der Menschheitsentwicklung. In der Descartes-Zeit ist durch Descartes selber, diese Tendenz, das Kreuz einzuführen in die Mathematik, heraufgekommen. Nun können wir ja - das haben Sie ja wohl auch sagen wollen - nicht wahr, parallelisieren damit das Heraufkommen der Kreuzesform [...] in der Architektur. Ich meine auf diesen Parallelismus haben Sie wohl hinweisen wollen?

Nicht wahr, wenn wir das nun so auffassen, dass im Verlaufe der Menschheitsentwicklung gewisse Glieder oder Elemente, sagen wir innerhalb der menschlichen Natur gelöst werden aus der gesamten menschlichen Natur heraus, so sind solche Parallel-Erscheinungen außerordentlich bedeutsam.

Wir können sagen: Wenn wir weit zurückgehen in der Menschheitsentwicklung, so finden wir mehr den Menschen als ein Ganzes aufgefasst, und er fühlt sich auch mehr als ein Ganzes. Je weiter wir heraufkommen, desto mehr finden wir, dass einzelne Glieder der menschlichen Natur wirken als dasjenige, was der Mensch dann in sich selbst fühlt. Dann können die reinsten Gefühle auftreten, die dann zusammen den Menschen ausmachen.

Wenn wir annehmen müssen, dass der Erfindung der Analytischen Geometrie zugrunde liegt ein ganz bestimmter Gebrauch in unserem physischen Nervenorganismus, der Gebrauch von Organen in unserem physischen Nervenorganismus, die früher eben nicht gesondert gebraucht worden sind, so ist das Entstehen dieser auf das Kreuz gebauten AnaIytischen Geometrie eben ein äußeres Symptom, ein Beweis dafür, dass der Mensch gewisse innerliche Partien seines Wesens ergriffen hat. Dann kann er ebenso gut zu gleicher Zeit andere ergreifen, und es entsteht eine Spezialisierung in demjenigen, was er hervorbringen wird.

So kommen wir wohl auf ein wahrscheinlich immer Interessanteres und Interessanteres. Und das hat ja der Vortrag geboten, den Ausblick auf eine interessante und immer interessantere Psychologie, historische Psychologie in der Entwicklung der menschlichen Seelenwesenheit. Solche Dinge, viel weniger innerlich die Dinge ergreifend, solche Dinge hat ja zum Beispiel auch Spengler in seinem Buch aufgesucht. Es ist schon richtig, dass wir in dieser Weise die Entwicklung der Menschenseele betrachten können.

Dagegen mit Rücksicht auf die eigentliche Kunstbetrachtung, Kunstgeschichte, werden wir zu sehr von dem künstlerischen Erfassen abgeführt, wenn wir die anderen Parallelerscheinungen heraufholen. In dieser Beziehung war ja an dem Vortrag eines ganz außerordentlich interessant: die Ausführung über die Beziehung der Kreuzesform zu der Zweikuppelform, nämlich zu dem Schneiden der beiden Kreise hier am Goetheanum. Das ist etwas, das man ja tatsächlich sagen kann. Dann aber ist es vielleicht notwendig, dass man dann wiederum in das Künstlerische zurückführt.

Diagram
Diagram

Denn in der Tat, mir scheint — ich will hier nicht sehr abstrakt und intellektualistisch reden, weil man das nicht gern tut, wenn man etwas künstlerisch durchgeführt hat —, aber mir scheint, dass wenn wir aus älteren Zeiten heraufgehen, sagen wir ägyptischer, namentlich auch vorderasiatischer Bauformen, dass wir dann allerdings aus einem eminent Künstlerischen — auch wenn wir noch das Griechische nehmen —, aus einem eminent Künstlerischen durch ein weniger Künstlerisches durchgehen, wenn wir heraufkommen zur Gotik und zu den Bauformen, die gerade dem Gebrauch der Kreuzesform in der Mathematik parallel gehen. Wir kommen zu etwas weniger Künstlerischem, weil wir im Grunde genommen eben in etwas mehr Mathematisches hineinkommen.

Diagram
Diagram

Es ist, wenn Sie nehmen den Schnitt dieser beiden Linien, und dann den Schnitt der Kreise, dann ist das mathematisch nach einer Richtung im Grunde genommen dasjenige, was unter ein und dieselbe Kategorie fällt. Denn synthetisch aufgefasst ist die Gerade ein Gebilde, die nicht zwei Enden hat, sondern einen einzigen Endpunkt. Ob ich hierhin gehe oder hier (rechts, links), ich komme immer zu dem einen und demselben Endpunkt. Sodass ich also sagen kann, wenn ich die Linie hier verfolge, ich habe eine geschlossene Linie, denn sie schließt sich, die Linie; nur ist mehr das Schließen ins Unendliche auseinandergezerrt. Ebenso gut schließt sich diese Linie. Und ich habe in Wirklichkeit in der Kreuzesform dennoch die Kreuzung zweier Kreise, richtig die Kreuzung zweier Kreise, nur sind diese beiden Kreise ins Abstrakte, nämlich ins Gerade — das Gerade ist gegenüber dem Runden das Abflachen -, diese beiden Kreise sind ins Abflachen hinübergezerrt. Die ganze Formung, künstlerisch aufgefasst, ist ins Grenzenlose verflattert. Damit aber, dass es ins Grenzenlose verflattert, damit ist das Künstlerische bis zu einem gewissen Grade herausgetrieben.

Diagram
Diagram

Sie können daher diese zwei sich schneidenden geraden Kreise, die können Sie als Koordinatenachse verwenden (Pfeil). Wenn Sie sie als Koordinatenachse verwenden, so bekommen Sie Koordinaten, die eine Kurve geben. Das heißt, Sie bekommen aus dem Abstrakten des Koordinatenachsen-Systems heraus das Konkrete, das Anschauliche, das unmittelbar Anschauliche der Kurve, bei der man anfangen kann, die Sache zu fühlen.

Hier müssen Sie denken, und das Denken wird Ihnen gar nicht so leicht, wenn Sie einsehen sollen, dass die Gerade — synthetisch gesprochen - nur einen Endpunkt hat, nicht zwei. Bei der Kurve werden Sie fühlen: Der Kreis hat im Koordinatensystem eine andere Gleichung als die Ellipse. Die Ellipse hat eine andere Gleichung als die Hyperbel und wiederum die Hyperbel eine andere Gleichung als die Parabel. Und Sie fühlen dabei jetzt, wenn Ihnen nun gezeigt wird, dass — sagen wir hier ein Hyperbel-Ast ist an einer Bauform, so hat sich das herausgebildet im Künstlerischen aus einem im Wesentlichen Abstrakten, das übergegangen ist zum Konkreten. Die Kunst wird also gewissermaßen wie durch einen inneren Zwang zum Konkreten hingeführt. Überall sehen wir, wenn man etwas fühlen soll, dann muss zum Konkreten hingedrängt werden.

Nun denken Sie aber, ich betrachte diese zwei Kreise, die sich schneiden, nun als Koordinatenachse und konstruiere mir die entsprechende Koordinaten, so würde ich in den Koordinaten schon bekommen dasjenige, was ich ohnedies so behandeln muss, wie ich behandle also schon in den Koordinaten -, also dass ich dieselbe Behandlung eintreten lasse, die ich eintreten lasse, wenn ich zur Figur komme. Also ich habe Koordinatenfiguren. Hier habe ich schon zum Beispiel, indem ich Kreise habe — ich könnte ebenso gut Ellipsen haben, wenn ich was anderes wollte dann, indem ich Kreise habe -, also Figuren, habe ich schon dasjenige, was übergegangen ist ins konkret Figurale. Also ich gehe bereits aus von demjenigen, was als das konkret Figurale da ist, lasse das meinen Ausgangspunkt sein. Was wird dann das Nächste sein? Was wird dasjenige sein, was da herauskommt, wenn ich mich ebenso verhalte zu meinen Figuren jetzt als Koordinatenachse - wenn man das Wort Achse erweitert, kann man das natürlich nur machen —, wenn ich mich zu den Figuren als Koordinatenachse so verhalte, wie ich mich hier zum Kreuz als Koordinatenachse verhalte. Was wird da herauskommen?

Beim Kreuz bekomme ich eine figurale Koordinatenachse - figurales Kreuz, also figurale Koordinate. Wenn man es eigentlich weiterverfolgt, führt es unmittelbar ins geistige Leben selbst hinein. Sodass also, wenn Sie diese Auseinandersetzung konsequent verfolgen, so können Sie in demselben Sinne, wie wir von dem ins Unendliche verlaufenden Kreuz zu dem bloß Figuralen gehen, das das Leben nachbildet, so müssen Sie unbedingt hier noch in das Leben selber hineingehen. Das heißt: Dasjenige, was vor allen Dingen im Goetheanum angestrebt ist, das ist dasjenige, was durch Gotik und Barock und Rokoko herausstrebte ins mehr Unbestimmte, ins mehr Unfassbare, dass das wiederum zusammengefasst wird in das unmittelbar Erlebbare, das alles zusammengefasst wird ins Erlebbare. Und damit kann man dann ins Qualitative herüberkommen.

Und wenn man ins Qualitative herüberkommt, dann muss man natürlich ganz so schließen, wie der verehrte Vorredner hat schließen müssen. Man kann sich dann bewusstwerden, dass es sich tatsächlich auch in der Fortentwicklung der Architektur darum handeln muss, den Kruzifixus, den Christus am Kreuze, den gestorbenen Christus zu überwinden durch den Auferstandenen, durch den wiederum ins Leben zurückgeführten. Und wenn wir das in der Architektur zustande bringen, dann ist eigentlich die Mission der Menschheit in der Zukunft dasjenige, was den ganzen Sinn der Erde richtig erfasst: Aus dem Kruzifixus, aus dem gestorbenen Christus, zu dem wiederbelebten, also zu dem wieder als belebt Erscheinenden oder als belebt Wiedererscheinenden - besser gesagt also zu dem Auferstandenen - hinzukommen. Das können wir nur, wenn wir wie der aus der ganzen Empfindung heraus das Erleben haben, aber aus der ganzen Empfindung heraus das Erleben haben, das wir also auch in der Architektur haben können.

Nun können Sie allerdings den weiten Strom, möchte ich sagen, ziehen. Die Dinge sind noch viel konkreter, als der verehrte Herr Vorredner angedeutet hat. Es werden sich vielleicht Einzelne, die hier sitzen, an einen Vortrag erinnern, den ich vor längerer Zeit hier gehalten habe, wo ich aufmerksam darauf gemacht habe, wie gewisse vorderasiatische vorgriechische Bauten nur verstanden werden können, wenn man sie so auffasst, dass sie den am Boden liegenden und sich mit dem Kopfe aufrichtenden Menschen - selbstverständlich ins Architektonische übersetzt — darstellen, gewisse vorderasiatische Bauten.

Gehen wir dann weiter herauf, wie der Mensch immer mehr und mehr aufsteht, wie er sich erhebt, aufsteht vom Liegen - das, was in der Tat in der Bauform, die heute besonders charakterisiert worden ist, zum Vorschein kommt -, da haben wir den Menschen nur noch nicht völlig aufgestanden, den Menschen, der noch nicht völlig aufgestanden ist, sondern der auch nach außen sich geltend macht, wie das insbesondere bei Rokoko und Barock noch der Fall ist, wo man den Menschen nicht bloß seine Formen zeigend hat, sondern fast so hat, als ob er Kleider anhätte. Das ist nur etwas mehr künstlerisch aufgefasst. Nun meine ich das Folgende: Wenn wir also hinsehen auf den Orient, so können wir überall sehen, wie tatsächlich aus der Intuition der menschlichen Form heraus die Baugedanken schon entstanden sind.

Nun denken Sie sich aber einmal, wenn Sie solche Formen anschauen — parallele Formen, Hyperbel-Formen, elliptische Formen — an denjenigen Bauformen aus der Periode, die heute charakterisiert worden ist, dann müssen Sie das Gefühl haben: Sie schauen sie eben an, es ist Figurales, das Sie anschauen, zurückführbar auf die Kreuzesform, Figurales, das Sie anschauen. Hier ist das Kreuz, oder besser gesagt: nicht da. Mathematisch gesprochen ist es ja richtiger gesprochen: Es ist nicht da. Die Ellipse ist da, und zu der Ellipse füge ich dann das Kreuz hinzu und finde hier dann die Gleichung der EIl Also die Ellipse ist das, worauf es ankommt. Das Kreuz, das muss ich hinzufügen. Dasjenige, was ich anschaue, das ist das Figurale, die Nachbildung des Lebendigen.

Jetzt bitte folgen Sie mir im nächsten Schritt: Kreuz, Nachbildung des Lebendigen, Figurales; ich muss es anschauen. Figurales hat nur einen Sinn, wenn ich es anschaue. Will ich es dann denken, führe ich es auf das Kreuz zurück. Jetzt denken Sie aber: Statt des Kreuzes habe ich die zwei sich schneidenden Kreise. Das sind jetzt meine komplizierten Koordinatenachsen. Wenn ich da zu dem übergehen will, was nun dem Figuralen entspricht, was ist denn das?

Das können Sie sich nur konkret vorstellen, geradeso, wie Sie aus dem mathematischen Vorstellen — wie sich der Mathematiker sein Koordinatensystem aufzeichnet und die Figur hier macht, die Figur anschaut und denkt in Bezug auf das Koordinatensystem -, so gehen Sie hinüber in den Bau, stellen Sie sich hinein als lebendiger Mensch in dieses Koordinatensystem, und die Figur sind sie selber.

Dasjenige, was entsteht, sind Sie dann mit Ihrem Gefühl, sind Sie dann mit ihrer Seele. Da ist die innigste Durchdringung dann von dem vorhanden, was da gebaut ist, von demjenigen, was erlebt werden kann. Da haben Sie nun völlige Möglichkeit, die Kongruenz zwischen Weltanschauungsformen und demjenigen, was Sie drinnen erleben, wie beim menschlichen Leib und der menschlichen Seele. Der menschliche Leib ist auch in allen Teilen dasjenige, dass er innerlich sich konfiguriert zur Seele, so wie ein Koordinatensystem sich zu den Figuren konfiguriert. Und so geht das dort mit dem Koordinatensystem und dem Menschen vor sich. Sodass Sie also hier unmittelbar erreicht haben in ganz lebendiger Darstellung, dass dasjenige, was sonst konstruiert werden muss, erlebt werden muss. Und wenn es erlebt wird, dann steht der Mensch in diesem Koordinatensystem drinnen mit demjenigen, was er da drinnen erlebt. Kurz, derjenige, der da drinnen steht in diesem Goetheanum, der stellt mit dem Goetheanum zusammen Seele und Leib vor, ganz innerlich organisch, ohne dass man das hineindeutet oder so etwas.

Wenn Sie die Betrachtung fortsetzen, dann können Sie wieder zurückgehen zur Gotik. Ich habe öfter gesagt: Ein gotischer Dom leer, ist nicht vollständig. Er ist nur vollständig, wenn die Gemeinde drinnen ist —, wie der griechische 'Tempel nur vollständig ist, wenn der Gott drinnen ist, wenigstens das Bild des Gottes.

Der gotische Dom, der Kreuzesform hat - und immer wiederum tendiert ja der gotische Dom zur Kreuzesform; das haben Sie drinnen in dem gotischen Dom -, es ist das Kreuz, die Kreuzesform; darüber ist der Dom selber gebaut. Die Gemeinde ist darinnen. Das Kreuz geht ins Unendliche nach allen Seiten, ins Unermessliche. Es entspricht jener Zeit, in der der Gottesgedanke ins Unermessliche führte, wo man Gott nur in den Weiten suchen wollte.

Nun holen wir den Gott in ein Haus hinein, wo er wirklich so lebendig wohnen kann, dass der Mensch seiner teilhaftig werden kann. Sie können also damit zu gleicher Zeit in diesem Fortgang der Architektur die Verinnerlichung des Gottesgedankens auch ausführen.

Nun, nicht wahr, ich lege keinen Wert auf die einzelnen Inhalte, die ich gesagt habe, sondern mehr Wert auf die Art, wie ich es nun vorgebracht habe: Die ganze Sache wiederum übergeführt aus dem konstruktiven, mehr Intellektuellen, ins künstlerisch Gerundete, wo man darauf hinweisen muss, dass beim Übergang ins Künstlerische immer alles ins unmittelbare Leben hineinführt, und man fortwährend aus dem Begriff heraus - möchte ich sagen -, ins Zeichnen und Malen hineinkommen will selber. Schon wenn man redet, möchte man eben lieber nicht reden, vor allen Dingen nicht denken, sondern man möchte zeichnen und malen und hinweisen auf das Lebendige.

Also das ist es, was ich eigentlich meinte. Es ist außerordentlich interessant, wenn man von solchen Betrachtungen ausgeht.

Nun, ich glaube, dass nicht nur im historischen Sinne es sehr schön war, dass der Herr Vortragende hingewiesen hat darauf, dass die Baukunst eine gewisse Perspektive vor sich sehen muss, sondern es ist auch wichtig, dass wir unsere Gedanken, die die Entwicklung der Menschheit verfolgen, immer mehr und mehr dahin ausbilden, dass sie aus Gedanken wiederum lebendiger Geist werden, sodass wir über das abstrakte Denken hinauskommen, zu dem lebendigen Geist in uns. Denn wir haben als Menschheit nun lange genug gedacht. Wir müssen wiederum geistig erleben lernen.

Es sollte nicht irgendeine Kritik sein, sondern nur eine kleine Ergänzung.

German original of From Thinking to Artistic Experience · ← Previous