Zweiter Vortrag

GA 209/1921-11-27/p026 ·1921-11-27 · original (original)
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Nun kommt wiederum ein wichtiger Punkt in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Demjenigen Menschen, der nichts durch den Tod hindurchgeführt hat von idealen Gedanken, idealen Empfindungen, Menschenliebe und wahrem, echtem Frommsein, dem ist von dem Geistig-Seelischen unter den Antipathien der höheren Welt, unter den Erkältungen der höheren Welt gewissermaßen etwas erstorben. Während bei einem Menschen, der in der rechten Weise geistig-seelisch jetzt an das Reich der Angeloi herankommt, in das Geistig-Seelische innerlich die Kraft eingepflanzt wird, in dem späteren Leben wiederum auf der Erde, den Leib durchdringend zu wirken, müssen die Angeloi, wenn der Mensch solche seelisch-geistigen Erkenntnisse nicht mitgebracht hat, ihm so, daß es mehr unbewußt wirkt, dasjenige einpflanzen, was Sehnsucht nach dem irdischen Leben ist. Und bei diesem Einpflanzen entscheidet sich außerordentlich viel. Bei diesem Einpflanzen entscheidet sich nämlich jetzt, zu welchem Volke, zu welcher Sprache, zu welcher sogenannten Muttersprache der Mensch heruntersteigt zum nächsten irdischen Dasein. Und es entscheidet sich, ob dieser Drang zum Volkstum, zu der Muttersprache mehr innerlich oder ob er mehr äußerlich eingepflanzt wird. So daß der Mensch durchdrungen wird beim Heruntersteigen von innerlicher Liebe zu demjenigen, was dann seine Muttersprache wird, oder mehr automatisch hineinversetzt wird in dasjenige,was er als Sprache durch seine Sprachorgane später zu äußern hat.

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Cite: GA 209/1921-11-27/p026 · edition original